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Rodeln : Rekordsieg für Georg Hackl

  • Aktualisiert am

„Der Schorsch ist phänomenal gut gefahren” Bild: AP

Mit seinem 33. Weltcup-Sieg hat sich Olympiasieger Georg Hackl ein weiteres Mal in den Rodel-Geschichtsbüchern verewigt. Der 38jährige stellte mit seinem Sieg in Igls den Weltrekord von Markus Prock ein.

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          Georg Hackl hat sich mit dem 33. Weltcup-Sieg seiner Karriere ein weiteres Mal in den Rodel-Geschichtsbüchern verewigt. Mit dem Jubiläumssieg ausgerechnet auf der Heimbahn seines ehemaligen Widersachers Markus Prock stellte der dreimalige Olympiasieger und Weltmeister am Samstag in Igls den Weltrekord des nicht mehr aktiven Österreichers ein. „Der Schorsch ist phänomenal gut gefahren“, zollte Bundestrainer Thomas Schwab dem Altmeister Lob, der in 1:37,553 Minuten vor Markus Kleinheinz (Österreich) und Olympiasieger Armin Zöggeler (Italien) seinen ersten Sieg dieses Winters holte.

          „Fünf, vier, drei, zwei - die Tendenz ist immer noch steigend“, hatte der 38 Jahre alte Hackl noch am Dreikönigstag versprochen, als er auf seiner Hausbahn in Königssee nur um die Winzigkeit von 7/1000 Sekunden seinen ersten Saisonerfolg und damit den Rekordsieg verpaßt hatte. Doch der Tüftler, der die letzten drei Weltcup-Rennen in Igls gewinnen konnte, mußte vor seinem Triumph über den Dächern von Innsbruck kräftig bangen: Beim Challenge Cup am Freitag konnte Hackl in der ungeliebten Kurve 9 nur knapp einen Sturz verhindern.

          „Schlitten ein bißchen umoperiert“

          „Der Warnschuß kam zur rechten Zeit“, gestand der 38jährige am Samstag nach dem gelungenen Coup. „Ich habe meinen Schlitten noch ein bißchen umoperiert.“ Mit Bestzeit in beiden Läufen fuhr Hackl zu seinem Rekordsieg, doch die Einstellung des Weltrekordes war ihm offenbar gleichgültig. „Das mit dem Rekord von Markus Prock ist eine Sache für die Statistiker“, sagte er. „Im Weltcup war der Markus besser, bei Olympischen Spielen hatte ich dafür die Nase vorn.“ Auch Prock nahm den Verlust seines alleinigen Weltrekordes gelassen: „Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden.“

          Total bedient war Weltmeister David Möller (Oberhof), der nach Platz drei im zweiten Lauf stürzte und auf den 27. Platz zurückfiel. „Es war ein relativ kleiner Fahrfehler mit großer Auswirkung“, sagte Bundestrainer Schwab. Der 23jährige büßte damit die Chance ein, den Rückstand auf Weltcup-Spitzenreiter Albert Demtschenko zu verringern. Der Russe kam in Igls über den sechsten Platz nicht hinaus, doch nach sieben von neun Rennen hat Schwab die Gesamtwertung abgeschrieben: „Über den Gesamt-Weltcup müssen wir nicht mehr diskutieren. Aber das wirft David nicht aus der Bahn.“ Jan Eichhorn aus Oberhof kam auf Platz 7, Andi Langenhan aus Zella-Mehlis wurde 28.

          „Die Hackl-freundlichen Bahnen kommen noch“

          „Das ist riesig, daß er endlich mal wieder ganz oben steht“, jubelte der Bundestrainer über seinen siegreichen Altmeister - und formulierte für seinen Routinier nicht zuletzt mit Blick auf die Weltmeisterschaften in knapp fünf Wochen eine Kampfansage an die Konkurrenz: „Das gibt Selbstvertrauen.“ Und auch Hackl, der die Titelkämpfe Mitte Februar in Salt Lake City als Ziel dieses Winters ansieht, richtete den Blick nach vorne. „Die Hackl-freundlichen Bahnen kommen halt erst in der zweiten Saisonhälfte.“

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