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Rodeln : Die Herren halten mit, die Frauen siegen

  • Aktualisiert am

Sieg zum Saisonauftakt: Armin Zöggeler Bild: AP

Rodel-Olympiasieger Armin Zöggeler hat auf der Olympiabahn von Cesana den ersten Weltcup nach der Ära Georg Hackl gewonnen. Die deutschen Damen beherrschten wir gewohnt sie Konkurrenz.

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          Georg Hackl lobte seine Nachfolger, doch das Glanzlicht beim Weltcup-Auftakt auf der italienischen Olympiabahn Cesana setzten wieder einmal die deutschen Rennrodlerinnen. Mit einem Vierfach-Erfolg haben die Frauen um Siegerin Silke Kraushaar-Pielach am Wochenende ihre Dominanz untermauert. David Möller verfehlte dagegen beim ersten Weltcup nach dem Rücktritt des dreimaligen Olympiasiegers Hackl um 47 tausendstel Sekunden das Siegerpodest. Bei den Doppelsitzern konnten nur Patric Leitner und Alexander Resch als Zweite überzeugen.

          "Die Herren haben gezeigt, daß sie konkurrenzfähig sind", sagte Schwab. Der Rückstand des Sonnebergers Möller auf Olympiasieger Armin Zöggeler (Italien), der auf seiner Heimbahn in 1:46,061 Minuten vor dem Russen Albert Demtschenko und seinem Landsmann Reinhold Rainer seinen 31. Weltcup-Sieg feierte, betrug im Ziel allerdings mehr als eine halbe Sekunde. "Ich versuche, es beim nächsten Rennen besser zu machen", sagte er selbstkritisch. Bitter verlief der Auftakt für den Oberhofer Jan Eichhorn, der im zweiten Lauf stürzte. "Das darf ihm nicht passieren", schimpfte Schwab. Auch Johannes Ludwig (Oberhof) als Elfter, Andi Langenhan (Zella-Mehlis) auf Rang 13 und Andreas Graitl (Berchtesgaden) auf Platz 22 konnten sich nicht empfehlen. "Die zahlen halt noch ein bißchen Lehrgeld", sagte Schwab.

          Die Ehe scheint mich zu beflügeln“

          Weltcup-Titelverteidigerin Silke Kraushaar-Pielach und ihre Kolleginnen waren dagegen wieder eine Klasse für sich. Der Sieg der Oberhoferin war der 65. Weltcup-Erfolg der deutschen Frauen seit November 1997 in Serie. Auf den Plätzen zwei bis vier komplettierten Anke Wischnewski, Tatjana Hüfner und Olympiasiegerin Sylke Otto (alle Oberwiesenthal) das beeindruckende Mannschaftsergebnis. "Ich bin überglücklich. Die Ehe scheint mich zu beflügeln", jubelte Silke Kraushaar-Pielach, die im Juli geheiratet hatte. Die 36 Jahre alte Olympiasiegerin von 2002 feierte in 1:36,444 Minuten ihren 29. Weltcup-Erfolg. Das schwächste Ergebnis lieferte ausgerechnet Sylke Otto. Neun Monate nach ihrem Olympiasieg in Cesana verpatzte sie den ersten Lauf, fuhr in Durchgang zwei jedoch Tagesbestzeit und ließ zumindest die internationale Konkurrenz noch hinter sich.

          Leitner und Resch (Königssee/Berchtesgaden), die bei Olympia in Cesana mit Platz sechs enttäuschten, fuhren mit einem starken zweiten Lauf noch auf das Siegerpodest. "Die Fehler, die wir bei Olympia gemacht haben, konnten wir diesmal vermeiden", sagte Leitner. Nur die Italiener Christian Oberstolz und Patric Gruber waren auf ihrer Heimbahn in 1:36,275 Minuten zwei Hundertstel schneller. Dritte wurden Gerhard Plankensteiner und Oswald Haselrieder (Italien). Dagegen enttäuschten die Olympia-Zweiten Andre Florschütz/Torsten Wustlich (Oberhof/Oberwiesenthal) als Zehnte.

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