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Rodeln : Das Ende der Traumserie

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Gibts doch gar nicht: Alex Gough gewinnt einen Rodel-Weltcup, und sie ist keine Deutsche Bild: REUTERS

Zum ersten Mal seit dem 29. November 1997 gewinnt keine deutsche Rodlerin: Die Kanadierin Alex Gough beendet die unheimliche Weltcup-Siegesserie. Doch wenigstens ihr Trainer ist ein Deutscher: Wolfgang Staudinger.

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          „Ich wusste immer, dass diese Serie eines Tages zu Ende gehen würde. Aber ich hätte nie geglaubt, dass ausgerechnet ich diejenige bin, die diese Serie beendet“, jubelte die Kanadierin Alex Gough nach ihrem Coup am Samstag im russischen Paramonowo, mit dem sie nach mehr als 13 Jahren und 105 Siegen in Serie den Weltcup-Erfolgszug der deutschen Frauen stoppte.

          Die junge WM-Dritte aus Kanada und ihr deutscher Trainer Wolfgang Staudinger („Ich bin überglücklich“) feierten um die Wette, die geschlagenen deutschen Frauen waren erst einmal frustriert. „An den Gesamtsieg denke ich jetzt nicht“, sagte Olympiasiegerin Hüfner, die nach einer fehlerhaften Fahrt im zweiten Durchgang noch auf den vierten Rang zurückfiel und damit erstmals in diesem Winter die Podestplätze verfehlte. „Nächste Woche in Sigulda will ich diese Schlappe natürlich wettmachen.“ Auch Carina Schwab als Zweite und Natalie Geisenberger als Dritte konnten den Sieg von Gough nicht verhindern.

          Jetzt gerät Andrea Tagwerker in Vergessenheit

          Bis zu diesem 12. Februar 2011 markierte der 29. November 1997 im internationalen Rodel-Sport einen historischen Tag. Damals gewann die Österreicherin Andrea Tagwerker - und sie war bis zu diesem Samstag die letzte ausländische Siegfahrerin im Rodel-Weltcup. „Für mich ist es gut, weil man mich deshalb nicht so schnell vergisst“, sagte Tagwerker einmal. „Aber für den Rodelsport ist es nicht so gut, wenn eine Nation die Disziplin so beherrscht wie die Deutschen bei den Frauen.“

          Ob mit der erdrückenden deutschen Dominanz nun tatsächlich Schluss ist, bleibt abzuwarten. Doch immerhin Gough hat inzwischen zu den deutschen Frauen aufgeschlossen. „Das hat sich über kurz oder lang angedeutet, dass es mal klappen kann, da die Zeitunterschiede immer geringer geworden sind“, erklärte ihr strahlender Coach Staudinger.

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