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Rodel-EM : Rodler „gerüstet für Olympia“

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Albert Demtschenko ist Europameister Bild: dpa/dpaweb

Dreifacherfolg bei den Frauen, Sieg bei den Doppelsitzern und im Team. „Wir sind gerüstet für Olympia“, sagte Bundestrainer Schwab. Nur bei den Männern mußten die Deutschen in Abwesenheit von Georg Hackl der Konkurrenz den Vortritt lassen.

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          Mit der fast makellosen Bilanz von drei Siegen haben die deutschen Rodler die Heim-Europameisterschaften auch ohne Georg Hackl dominiert und drei Wochen vor den Winterspielen ihre Ansprüche auf olympische Medaillen untermauert.

          Nach dem Auftaktsieg im Team avancierten Silke Kraushaar und die Doppelsitzer Patric Leitner/Alexander Resch in Winterberg mit ihren jeweils dritten EM-Siegen endgültig zu den großen Favoriten für Turin. Nur bei den Männern mußten die Deutschen in Abwesenheit ihres Routiniers der Konkurrenz den Vortritt lassen: David Möller fuhr hinter Albert Demtschenko (Rußland) und Armin Zöggeler (Italien) immerhin auf Rang drei. „Wir sind gerüstet für Olympia“, sagte Bundestrainer Thomas Schwab.

          Möller mit großem Rückstand

          Fast unschlagbar scheint derzeit Olympiasiegerin Kraushaar: Nach dem Sieg im Gesamt-Weltcup tankte die 35jährige aus Oberhof auch bei den Titelkämpfen in Winterberg Selbstvertrauen und fuhr mit Bestzeit in beiden Läufen den dritten EM-Sieg nach 1998 und 2004 ein. „Gerade im Olympia-Winter ist ein EM-Titel wichtig“, sagte Kraushaar. „In Turin ist alles offen, aber ich bin in einer sehr, sehr guten Form.“ Hinter der Oberhoferin machten Tatjana Hüfner und Barbara Niedernhuber den deutschen Dreifachsieg perfekt.

          Der italienische Rodler Armin Zöggeler rast auf Platz zwei

          Ein „Rekord-Duell“ lieferten sich Zöggeler und Demtschenko: Zunächst fuhr Zöggeler Bahnrekord, doch sein Kontrahent konterte und drückte die Bestmarke gleich zwei Mal. Der frühere Weltmeister Möller konnte in den Zweikampf nicht eingreifen und hatte am Ende deutlichen Rückstand auf den Sieger. „Es ist immer schön, auf dem Podest zu stehen, aber die Abstände sind recht groß zu den anderen“, sagte er. Auf den allerletzten Drücker sicherte sich Jan Eichhorn aus Oberhof als Fünfter das letzte Olympia-Ticket nach Hackl und Möller.

          Hackl trainiert wieder

          „Das war eigentlich nicht mehr regulär“, hatte der Bundestrainer zur Schnee-Lotterie beim Sieg seiner Doppel eingeräumt. Leitner/Resch bewiesen Nervenstärke und fuhren nach Platz zwei im ersten Lauf trotz schwierigster Bedingungen noch ganz nach vorne und sicherten sich ihren dritten EM-Titel nach 2000 und 2002. „Wir haben heuer ein gutes Jahr“, jubelte Leitner nach dem Sieg vor dem Altenberger Duo Sebastian Schmidt/André Forker. Resch hatte schon den Saisonhöhepunkt in Turin im Blick: „Jetzt müssen wir nur noch unsere Form halten.“

          Neben Hackl, der nach seinem Klinikaufenthalt wieder ins Training für seine sechsten Winterspiele eingestiegen ist, war Olympiasiegerin Sylke Otto die Verliererin des Wochenendes: Die 36jährige mußte bei starkem Schneefall in die Bahn und wurde auf Rang 18 ausgebremst. „Ich hätte unterwegs einen Schneemann bauen können. Das war irregulär“, schimpfte Otto mit Tränen in den Augen. Im zweiten Lauf fuhr sie aber noch auf Rang sechs vor.

          Trotz ihrer verpaßten Olympia-Qualifikation hatten Niedernhuber sowie Schmidt/Forker gut lachen. „Ich habe zeigen können, daß mit mir immer zu rechnen ist“, sagte die Oberbayerin nach ihrem dritten Platz. „Das ist ein riesengroßes Trostpflaster“, sagte Schmidt über den zweiten Platz. Die Weltmeister André Florschütz/Torsten Wustlich, die zwischenzeitlich in Front gelegen hatten, landeten nach einem Fahrfehler im zweiten Lauf nur auf den siebten Platz.

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