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Positive A-Probe bei Kaisa Varis : Neue Sportart, alte Sünden

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Kaisa Varis: Als Langläuferin gedopt, als Biathletin offenbar auch Bild: ddp

Die finnische Biathletin Kaisa Varis ist bei einer Doping-Kontrolle am 6. Januar beim Weltcup in Oberhof positiv getestet worden. Sie war als Langläuferin bereits zwischen 2003 und 2005 wegen Epo-Missbrauchs gesperrt gewesen.

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          Nur zwei Wochen nach ihrem ersten Weltcup-Sieg im Biathlon wurde die Finnin Kaisa Varis mit einer positiven A-Probe von ihrer Doping-Vergangenheit eingeholt. Der Test wurde unmittelbar nach dem Massenstartrennen beim Biathlon-Weltcup am 6. Januar in Oberhof von den Fahndern der Internationalen Biathlon-Union (IBU) vorgenommen und im IOC-Labor in Lausanne untersucht. Die Öffnung der B-Probe wurde von Varis bereits beantragt. Das Ergebnis soll am kommenden Donnerstag von der IBU veröffentlicht werden.

          „Der finnische Verband hat es öffentlich gemacht, daher können wir diese positive A-Probe bestätigen. Unsere Philosophie ist es aber, erst nach der B-Probe mit Namen an die Öffentlichkeit zu gehen“, sagte IBU-Generalsekretär Michael Geistlinger am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Daher nannte er auch nicht die Art der festgestellten Doping-Substanz. Geistlinger betonte jedoch, dass eine erneute Überführung der Wiederholungstäterin eine lebenslange Sperre zur Folge hätte.

          Langlaufskandal, Schutzsperre, Epo-Missbrauch

          Die 32-jährige Varis, die am 11. Januar in Ruhpolding beim Biathlon-Sprint über 7,5 Kilometer mit fehlerfreiem Schießen die Russin Swetlana Slepzowa (Russland) und die Schwedin Helena Jonsson auf die Plätze verwies, hatte noch unmittelbar nach dem Rennen in Bayern um Vergebung für ihre früheren Doping-Fehltritte gebeten: „Ich will nichts verleugnen, aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen und will nur über 2008 reden.“

          Sieben Jahre davor war die Skiläuferin in den Langlaufskandal bei der nordischen Ski-WM in Lahti verwickelt. Dort hatte sie Bronze im 15 Kilometer Einzelrennen gewonnen. Der Sieg mit der finnischen Staffel wurde wieder aberkannt, da ihre Teamkollegin Virpi Kuitunen gedopt war. Bei der WM 2003 in Val di Fiemme wurden bei Varis auffällige Blutwerte festgestellt. Für das Einzel-Rennen wurde sie daher mit einer Schutzsperre belegt. Am Staffel-Rennen nahm sie dennoch teil und errang Silber. Doch auch diese Medaille wurde später aberkannt, da Varis ein Epo-Missbrauch nachgewiesen und sie daraufhin für zwei Jahre gesperrt wurde. Deswegen nominierte sie das finnische Olympische Komitee nicht für die Winterspiele 2006 in Turin. Daraufhin wechselte Varis zum Biathlon.

          „Wenn ich die Varis laufen seh', dann geht mir der Hut hoch“

          „Kaisa hat eine großartige Biathlonleistung gebracht. Sie hat ihre Sperre abgesessen und ich hoffe, dass sie jetzt sauber ist und gelernt hat“, sagte Olympiasiegerin Kati Wilhelm aus Zella-Mehlis unmittelbar nach dem Rennen von Ruhpolding, bei dem sie Vierte geworden war. Dagegen meinte der deutsche Trainer der schwedischen Biathleten, Wolfgang Pichler: „Wenn ich die Varis laufen seh', dann geht mir der Hut hoch.“

          Anders Besseberg, norwegischer Präsident der IBU, hatte mit dem Wechsel der dopingbelasteten Finnin ohnehin ein Problem: „So einen Fall hatten wir noch nie. Deshalb haben wir dafür auch noch keine Regel.“ Daher kündigte Besseberg noch in diesem Jahr eine Regeländerung an. Entsprechende Aufträge an den Rechtsausschuss sind gestellt, damit künftig keine dopingbelasteten Athleten aus anderen Fachverbänden in den Biathlon-Sport wechseln können.

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