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Eisschnelllauf-Streit : Pechsteins Konter

Claudia Pechstein: Konter via Facebook Bild: dpa

Nächste Runde im Kleinkrieg auf der Eisbahn. Nun wirft Claudia Pechstein dem DESG-Sportdirektor Matthias Kulik „vorsätzliche Schädigung“ ihres „sportlichen Weges und Umfeldes“ vor.

          1 Min.

          Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat vor dem Beginn der Weltcup-Saison in Minsk an diesem Wochenende dem Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft, Matthias Kulik, die „vorsätzliche Schädigung“ ihres „sportlichen Weges und Umfeldes“ vorgeworfen.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Die 47 Jahre alte Berlinerin reagierte mit einem langen „öffentlichen Brief“ an Kulik auf ihrer „Facebook“-Seite auf den Entzug der Team-Akkreditierung für ihren Lebensgefährten Matthias Große. Die DESG hatte Große aus dem Betreuerstab für den Weltcup in Minsk gestrichen, nachdem Kulik ihm „verbandsschädigendes Verhalten“ vorgeworfen hatte. Große hatte nach dem Rücktritt von DESG-Präsidentin Stefanie Teeuwen in der vergangenen Woche erklärt, als Nachfolger zur Verfügung zu stehen. Claudia Pechstein hatte die Bewerbung zunächst ebenfalls auf ihrer Facebook-Seite öffentlich gemacht.

          In ihrem neuesten Schreiben behauptet Claudia Pechstein nun, Große habe „bereits heute Zusagen von bereitwilligen Sponsoren“. Zudem wirft sie Kulik vor, gemeinsam mit Bundestrainer Erik Bouwman, mit dem sie sich überworfen hat und dem sie „absolut unwürdiges“ Verhalten vorwirft, ihren Plan zu hintertreiben, zum achten Mal an Olympischen Winterspielen teilzunehmen. Es sei „allerhöchste Zeit für ein sehr dringendes klärendes Gespräch“ mit den Verantwortlichen des Deutschen Olympischen Sportbundes und „gern“ des Bundesinnenministeriums. Konkrete Konsequenzen für den Fall, dass Kulik nicht auf ihre Forderungen reagiert, nennt die Sportlerin nicht.

          Im Gespräch mit dieser Zeitung hatte der Athletenvertreter der DESG, Moritz Geisreiter, von einem „mehrere Jahre“ andauernden „Kleinkrieg“ zwischen Große und Pechstein auf der einen und dem Verband auf der anderen Seite gesprochen, der Aufmerksamkeit und Energie binde. Geisreiter hatte sich eine „aufrichtige, konstruktive Gesprächshaltung“ der Beteiligten „statt immer weiterer Vorwürfe“ gewünscht.

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