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Parallel-Slalom in Stockholm : Nur Shiffrin besser als Geiger

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Kampf Frau gegen Frau: Christina Geiger (l.) bezwingt die Schwedin Frida Hansdotter Bild: Reuters

Völlig unerwartet rast Skiläuferin Christina Geiger zum besten Ergebnis ihrer Weltcup-Karriere. Nur Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin ist zu stark für die 29-Jährige.

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          Nach dem besten Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere reckte Christina Geiger bei der Siegerehrung die Ski in den Nachthimmel von Stockholm und strahlte. Beim City Event in der schwedischen Hauptstadt hatte sie sich mit Rang zwei wenige Augenblicke zuvor selbst völlig überrascht. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, meinte sie Sekunden nach dem unerwarteten Erfolg – nur drei Tage nach dem bitteren Aus im WM-Slalom von Are. „Ich bin sehr glücklich“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Momentan kann ich es noch gar nicht glauben, dass das jetzt wirklich der Fall ist. Das bedeutet mir viel“, sagte sie. Die Glückwünsche ihres Freundes im Ziel genoss sie mit einem Lächeln.

          Beim Parallel-Slalom in Stockholm musste sich die 29-Jährige aus Oberstdorf nur Doppel-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin um 0,27 Sekunden geschlagen geben. Geiger hatte zuletzt vor mehr als acht Jahren auf einem Weltcup-Podest gestanden. Seit jenem dritten Platz in Semmering war ihr das nicht mehr gelungen. Die Amerikanerin feierte durch den Finalerfolg gegen Geiger dagegen ihren 57. Weltcupsieg und sicherte sich damit auch vorzeitig den Gewinn des Slalom-Weltcups.

          In der ersten Runde hatte sich Geiger souverän gegen Bernadette Schild aus Österreich durchgesetzt. Im Viertelfinale war sie im ersten Durchgang dann langsamer als Riesenslalom-Weltmeisterin Petra Vlhova, hielt im Rücklauf aber so sehr dagegen, dass sie die Slowakin zu einem Fahrfehler und einem Ausfall trieb. Im Halbfinale setzte sich die konstanteste deutsche Slalom-Fahrerin dieses Winters sogar gegen Olympiasiegerin Frida Hansdotter aus Schweden durch. Ihre Führung aus dem ersten Lauf verteidigte sie und rettete am Ende 0,04 Sekunden ins Ziel - damit war das unerwartete Finale gegen Shiffrin perfekt.

          Rasant auf kurzer Strecke: Geiger beim City-Event in Stockholm

          Für den zweiten Platz erhielt sie 35.000 Schweizer Franken Preisgeld. Durch ihre starke Vorstellung tröstete sich Geiger auch für ihre unglücklichen Auftritte bei der WM hinweg. Mit dem Team verpasste sie als Vierte eine Medaille nur hauchdünn, im Slalom schied sie im zweiten Lauf auf Top-Acht-Kurs liegend aus.

          Zenhäusern gewinnt das Rennen, Hirscher die Kugel

          Den Tages-Sieg bei den Männern holte sich Ramon Zenhäusern aus der Schweiz im Finale gegen Andre Myhrer aus Schweden. Weltmeister Marcel Hirscher schied zwar im Viertelfinale gegen Zenhäusern aus, sicherte sich aber als Achter dennoch vorzeitig die Disziplin-Wertung im Slalom-Weltcup. „Megacool. So früh in meiner Karriere um diese Jahreszeit ist mir das noch nie gelungen“, sagte er vor der Weiterreise nach Bansko. „Das bedeutet mir sehr viel.“ Für den 29-Jährigen war es bereits der sechste Triumph im Slalom-Weltcup.

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