https://www.faz.net/-gtl-7lpev

Olympische Spiele in Sotschi : Klare Kante von Lara Gut

  • Aktualisiert am

Lara Gut ist die Schweizer Skihoffnung Nummer 1: „Sport sollte bei der Vergabe von Großanlässen wieder mehr im Vordergrund stehen“ Bild: AFP

Lara Gut fährt eine klare Linie - im Interview wie auf der Piste. Die Schweizer Skirennfahrerin kritisiert die Olympia-Vergabe nach Sotschi scharf und gewinnt danach den Weltcup von Cortina.

          1 Min.

          Knapp zwei Wochen vor der Eröffnungsfeier hat Skirennfahrerin Lara Gut die Vergabe der Olympischen Winterspiele nach Sotschi scharf kritisiert. „Die Olympischen Spiele sollten sportlich bleiben und nicht zu politischen Spielen werden. Es ist nicht der richtige Weg, die Olympischen Spiele des Geldes wegen zu vergeben. Es gibt auf der Welt genügend Orte, die gute Pisten, Sicherheit und sportlich interessierte Zuschauer bieten und dann geht man an einen Ort, an dem es überhaupt nicht um Sport geht“, sagte die 22 Jahre alte Schweizerin in einem Interview der in Zürich erscheinenden „Sonntagszeitung“.

          Gut, die zu den Medaillenkandidatinnen in Russland zählt, ließ ihren sportpolitischen Worten am Sonntag sportliche Taten folgen: sie gewann den Super-G in Cortina d'Ampezzo vor Tina Weirather aus Liechtenstein und Maria Höfl-Riesch.

          In dem am Sonntag veröffentlichten Gespräch äußerte sich Gut, die sich mit Sotschi schon im Rahmen ihres Studiums beschäftigt hatte, auch zum Thema Sicherheit. „Wenn ich zwölf Mal durch einen Metalldetektor gehen muss, um ein Rennen zu fahren, ist das nicht das, was ich mit den Olympischen Spielen verbinde. Aber die Organisatoren werden sicher so viel in die Sicherheit investieren, dass wir Athleten in einer kleinen Wolke leben und von Bedrohungen außerhalb nichts mitkriegen werden“, meinte die dreimalige WM-Zweite.

          Gut ist besser und gewinnt in Cortina Bilderstrecke
          Gut ist besser und gewinnt in Cortina :

          Allerdings sei es wichtig so kurz vor den Spielen auch über politische Themen zu sprechen und sie nicht zu ignorieren. „Wir Athleten haben nicht die Aufgabe, den Russen zu sagen, ihr macht alles falsch. Aber auch nicht nur: es ist genial, wir freuen uns. Der Sport sollte bei der Vergabe von Großanlässen wieder mehr im Vordergrund stehen“, forderte Gut.

          Ergebnisse Ski alpin

          Super-G in Cortina:
          1. Lara Gut (Schweiz) 1:27,81 Min.; 2. Tina Weirather (Liechtenstein) 1:27,93; 3. Maria Höfl-Riesch (Partenkirchen) 1:28,42; 4. Verena Stuffer (Italien) 1:28,49; 5. Tina Maze (Slowenien) 1:28,53; 6. Elisabeth Görgl (Österreich) 1:28,63.

          Weltcup-Stand Super-G, nach 5 von 6 Wettbewerben: 1. Lara Gut (Schweiz) 348 Pkt.; 2. Tina Weirather (Liechtenstein) 310; 3. Anna Fenninger (Österreich) 277; 4. Elisabeth Görgl (Österreich) 240; 5. Maria Höfl-Riesch (Partenkirchen) 216; 6. Nicole Hosp (Österreich) 213.

          Weltcup-Gesamtwertung, nach 23 von 33 Wettbewerben: 1. Maria Höfl-Riesch (Partenkirchen) 1071 Pkt.; 2. Tina Weirather (Liechtenstein) 943; 3. Anna Fenninger (Österreich) 871; 4. Lara Gut (Schweiz) 796; 5. Tina Maze (Slowenien) 754; 6. Mikaela Shiffrin (USA) 614.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Chinas Staatspräsident Xi Jinping wandte sich per Videoschaltung an die UN-Generalversammlung

          Amerika gegen China : Xi Jinping zieht die Klima-Karte

          Während Donald Trump China bei der UN-Generaldebatte frontal angreift, verkündet der chinesische Staatschef neue Klimaziele für sein Land. Damit lässt er den amerikanischen Präsidenten schlecht aussehen.
          Grünes Gold: In den Spitzen der Hanfpflanze steckt besonders viel CBD.

          Superfood oder Droge? : Der Hype um die Hanföle

          Keinen Rausch, aber Entspannung: Das versprechen Produkte mit dem Cannabiswirkstoff CBD. Corona treibt die Nachfrage nach ihnen in die Höhe. Die Unruhe in der Politik auch.
          Corinne „Coco“ Rey musste die Terroristen ins Redaktionsgebäude lassen.

          Prozess um Charlie-Hebdo-Morde : Haben die Terroristen gewonnen?

          Die Attentäter stehen vor Gericht, aber der islamistische Terror gegen die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ geht weiter: Eine Mitarbeiterin musste aus ihrer Wohnung in Sicherheit gebracht werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.