https://www.faz.net/-gtl-rh52

Olympia im Fernsehen : „Ich bin prädestiniert für den Job“

  • Aktualisiert am

„Wir stehen enorm unter Druck”: Waldemar Hartmann (l.) und Harald Schmidt Bild: AP

Mit zahlreiche ehemaligen Spitzenathleten sowie „Harry und Waldi“ werden ARD und ZDF von den Olympischen Winterspielen in Turin berichten. Insgesamt 350 Stunden gehen die öffentlich-rechtlichen TV-Stationen an 16 Tagen auf Sendung.

          2 Min.

          Mit Harald Schmidt als „unsportlicher Wunderwaffe“ und zahlreichen ehemaligen Spitzenathleten von Jens Weißflog bis Hilde Gerg als Experten werden ARD und ZDF von den Olympischen Winterspielen in Turin berichten. Insgesamt 350 Stunden gehen die öffentlich-rechtlichen TV-Stationen vom 10. bis 26. Februar auf Sendung. Täglich abwechselnd kommen die Übertragungen aus dem internationalen Medienzentrum in der norditalienischen Metropole sowie dem „Deutschen Haus“ Sestriere.

          „Wir arbeiten in symbiotischer Einheit, in brüderlicher Liebe sozusagen, aber auch als sportliche Konkurrenten“, sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu der bei Großereignissen bereits bewährten Kooperation am Freitag in München. Von 09.00 Uhr morgens bis in die Nacht werden beide Sender bis zu 20 Stunden täglich mit einem Mammut-Programm berichten.

          „Harry und Waldi“ am Abend

          Neben dem Live-Sport soll die Unterhaltung nicht zu kurz kommen. Die ARD setzt dabei vor allem auf ihren Star-Entertainer Harald Schmidt. Mit Moderator Waldemar Hartmann werden „Harry und Waldi“ an ARD-Sendetagen ab 23.00 Uhr die Gesichter des Tages in einer gleichnamigen Show präsentieren und dabei auch Humorvolles in den Mittelpunkt stellen.

          Für das ZDF in Turin: Moderatorin Jana Thiel (r.) und Expertin Hilde Gerg

          „Wir stehen enorm unter Druck. Die Sendung soll Kult werden“, sagte Schmidt und gestand: „Von Wintersport habe ich keine Ahnung, und ich spreche kein Italienisch. Ich bin prädestiniert für den Job.“ Wie die ARD mit Katharina Witt oder Markus Wasmeier, setzt auch das ZDF auf Unterstützung ihrer Reporter und Kommentatoren durch ehemalige Größen des Wintersports.

          „Logistisch ein dicker Brocken“

          Als letzten Neuzugang für das Olympiateam des Senders konnte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz Hilde Gerg engagieren. Die nach ihrer schweren Knieverletzung zurück getretene Slalom-Olympiasiegerin von 1998 wird als Co-Kommentatorin bei den Alpin-Rennen tätig sein. „Es ist für mich eine neue Herausforderung und zudem schön, daß mein Olympiatraum doch noch wahr wird“, sagte Hilde Gerg.

          Die Sender, die mit 38 eigenen Kameras vor Ort sein werden, stehen laut ARD-Teamchef Werner Rabe vor einer großen Herausforderung. „Turin ist ein schwieriges Feld. Vor allem logistisch ist es ein dicker Brocken“, sagte er angesichts der weiten Wege von Turin zu den Wettkampfstätten in der Bergregion um das gut 100 Kilometer entfernte Sestriere.

          Das erste sportliche Großereignis des Jahres wurde von ARD und ZDF als „Warm Up“ für die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2006 bezeichnet, läßt aber auch auf Rekord-Einschaltquoten für Winterspiele hoffen. Viele der Entscheidungen um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen fallen zur besten Sendezeit am frühen Abend.

          Weitere Themen

          Werder-Fans feiern Klassenverbleib Video-Seite öffnen

          Jubel in Bremen : Werder-Fans feiern Klassenverbleib

          Nach zwei Unentschieden in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim waren es allein die besser bewerteten Auswärtstore, die die Werderaner vor einem Abstieg in die zweite Liga bewahrten.

          Topmeldungen

          Segregierte Schulen : Das weiße Amerika bleibt unter sich

          Heute gibt es in Amerika mehr Schulen mit fast nur weißen oder fast keinen weißen Schülern als vor 30 Jahren. Das liegt auch an den Entscheidungen weißer Eltern – auch solchen, die seit Wochen „Black Lives Matter“ rufen.
          Ein Coronatest in Gütersloh Ende Juni

          Nach dem Gütersloh-Beschluss : Leitplanken für Lockdowns

          Darf ein Land keine Ausgangssperren mehr verhängen, wenn ein Corona-Hotspot auftaucht? Doch, sagen die Richter in ihrem Gütersloh-Beschluss. Es darf nur nicht Ungleiches gleich behandeln.
          Wie viele Klamotten, die wir besitzen, tragen wir eigentlich?

          Nachhaltiges Design : Wie kann Mode die Welt verändern?

          Nina Lorenzen, Vreni Jäckle und Jana Braumüller beschäftigen sich seit Jahren mit nachhaltiger Mode. Nun haben sie ein Buch darüber herausgebracht, das zeigen soll: Mit Mode kann man die Welt verändern.
          Bela B Felsenheimer von Die Ärzte

          Künstler gegen Viagogo : Und das soll Demokratisierung sein?

          Wer im Internet Konzertkarten kauft, landet oft bei der Ticketbörse Viagogo. Bands wie Rammstein und Die Ärzte wehren sich gegen den Zweitmarkt für Eintrittskarten, der wächst – und Besuchern überteuerte oder ungültige Karten andreht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.