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Alpine Kombination in Wengen : Mayer wird „Mister Lauberhorn“

  • Aktualisiert am

Speed-Spezialist Matthias Mayer schlägt sich tadellos im Slalom und gewinnt die Kombination. Bild: AP

Die Reglement-Änderung der Kombination zeigt Wirkung. Abfahrts-Olympiasieger Mayer gewinnt vor den Slalom-Spezialisten, was er selbst „total verwirrend“ findet. Thomas Dreßen erlebt eine Schrecksekunde.

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          Der zweimalige Olympiasieger Matthias Mayer hat überraschend die alpine Kombination in Wengen gewonnen. Der 29 Jahre alte Österreicher, eigentlich reiner Speed-Spezialist, setzte sich am Lauberhorn knapp vor dem favorisierten Franzosen Alexis Pinturault (Frankreich/0,07 Sekunden zurück) durch. Dritter wurde dessen Teamkollege Victor Muffat-Jeandet (+0,67).

          „Es ist total verwirrend, zwischen zwei Slalomspezialisten auf dem Podest zu stehen“, sagte Mayer verblüfft. Der neue Modus, bekannte der klar Schnellste nach der Abfahrt, habe ihm bei seinem siebten Weltcup-Sieg „natürlich geholfen“. Der Führende nach der Abfahrt darf seit diesem Winter im Slalom als Erster auf die frisch präparierte Piste – und muss nicht mehr wie zuvor als 30. ran. Doch Mayer fuhr auch wirklich gut, schaffte die vierbeste Laufzeit zwischen den Stangen und verteidigte seine Führung vom Vormittag.

          Die deutschen Abfahrer Thomas Dreßen (Mittenwald) und Josef Ferstl (Hammer) nutzten die erste Teildisziplin als Training für das Rennen am Samstag (12.30 Uhr/ZDF und Eurosport). Dreßen schied nach einem Fahrfehler im Ziel-S wie der dritte Deutsche Romed Baumann (Kiefersfelden) aus. Ferstl hatte als 33. nach der Abfahrt 2,48 Sekunden Rückstand auf Mayer und verzichtete auf den Slalom.

          „Ihr könnt mir glauben: Ich hab's schon im Griff gehabt“, sagte Dreßen über sein Malheur. Er habe das Ziel-S „ein bisschen frecher“ fahren wollen, „aber da musst du richtig über den Ski gehen und nicht hinten drin hängen“. Für die Abfahrt ist er guten Mutes: „Die Fahrt war bis dahin gut, das passt.“ Baumann wird von einer Erkältung geplagt und hatte wie viele andere beim spektakulären Sprung über den „Hundschopf“ Probleme.

          Dort stürzte Adrian Smiseth Sejersted schwer. Der Norweger musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus nach Interlaken gebracht werden, eine Diagnose stand zunächst aus.

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