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DEL-Playoffs : München kämpft sich ins Finale

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Hier wird sich nichts geschenkt: Im Halbfinale zwischen München und Berlin kommen sich die Spieler einige Male näher Bild: dpa

München lässt sich auf dem Weg zur Titelverteidigung in der deutschen Eishockeyliga auch von einem kuriosen Zwischenfall nicht aufhalten. Gegen Berlin siegt der EHC nach Verlängerung und steht im Finale. Nürnberg wendet das Aus vorerst ab.

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          Meister EHC Red Bull München steht abermals im Playoff-Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Am Sonntag gewann das Team von Trainer Don Jackson die Halbfinalserie gegen dessen ehemaliges Team Eisbären Berlin vorzeitig durch ein 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 1:0) nach Verlängerung.

          Kapitän Michael Wolf schoss in der zwölften Minute der Overtime das entscheidende Tor für den Titelverteidiger, der die „Best-of-seven“-Serie dadurch mit 4:1 nach Siegen gewann. In der regulären Spielzeit hatten Laurin Braun (14.) für Berlin und Frank Mauer (33.) für München getroffen. Das Spiel musste im dritten Drittel für einige Minuten wegen eines Feueralarms in der Olympiahalle unterbrochen werden. Während der laufenden Partie ertönte eine Sirene, das Spiel lief aber zunächst weiter. Erst als der Alarm abermals ausgelöst wurde, unterbrachen die Schiedsrichter das Spiel. Die Spieler wurden gebeten, in ihre Kabinen zu gehen, ebenso verließen etliche Zuschauer ihre Plätze.

          Erst einmal die Halle verlassen: Ein Feueralarm sorgt während des Halbfinals für eine ungewollte Unterbrechung Bilderstrecke

          Die Nürnberg Ice Tigers haben das Aus im Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga vorerst abgewendet. Sie setzten sich am Sonntag vor eigenem Publikum 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen die Grizzlys Wolfsburg durch und verkürzten in der Serie auf 2:3; wer zuerst viermal gewonnen hat, erreicht das Endspiel. Die nächste Partie findet schon an diesem Dienstag in der Arena der Niedersachsen statt (19 Uhr). Marco Pfleger (6. und 24. Minute), Philippe Dupuis (26.) und Jesse Blacker (41.) erzielten die Treffer zum Erfolg der kampfstarken Franken.

          Mitte des zweiten Drittels, als sich das Team von Trainer Rob Wilson eine vorübergehende Schwächephase gestattete, verkürzte Philip Riefers (32.) für den letztjährigen Meisterschaftszweiten. Für Pfleger war ausschlaggebend, wie diszipliniert er und seine Kollegen vor 7600 Zuschauern auftraten und so Fehler in der neutralen Zone, mit denen sie sich zuletzt noch das Leben selbst schwer gemacht hatten, vermieden: „Wir wissen, wie gut wir sind“, sagte der Stürmer, „wir sind keinen Deut schlechter als Wolfsburg, sondern besser.“

          Dass ein Klub in den Play-offs einen 1:3-Rückstand nach Siegen noch wett machen und in einen Gesamterfolg verwandeln konnte, ist neun Jahre her. Seinerzeit gelang den Frankfurt Lions das Kunststück gegen die Iserlohn Roosters, von dem die Ice Tigers nun glauben, dass sie zu einer Wiederholung im Stande sind.

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