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Nordische Ski-WM : Johaug I vor Johaug II

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Schwestern im Geiste: Norwegens Therese Johaug (l.) und Schwedens Frida Karlsson Bild: AFP

Die favorisierte Therese Johaug gewinnt ihre zweite Gold-Medaille bei der Nordischen Ski-WM nur knapp vor der jungen Frida Karlsson. Grund zum Strahlen haben auch die Deutschen.

          Norwegens Star-Langläuferin Therese Johaug hat bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld auch das Klassikrennen über 10 Kilometer gewonnen. Die 30-Jährige, die bei den Weltmeisterschaften 2017 und Olympia 2018 wegen einer Dopingsperre gefehlt hatte, siegte nach 27:02,1 Minuten knapp vor der jungen Schwedin Frida Karlsson (Schweden/+12,2 Sekunden), die optisch und vom Laufstil her der Norwegerin verblüffend ähnelt.

          Bronze ging an Ingvild Flugstad Östberg aus Norwegen (+35,6). Beste Deutsche im Kampf gegen die Uhr war Katharina Hennig (+1:15,7 Minuten) auf Rang elf. Laura Gimmler (+1:17,3) belegte den 13. Platz. Pia Fink kam als 15. ins Ziel (+1:23,4).

          Johaug hatte drei Tage nach ihrem Triumph im Skiathlon deutlich mehr Mühe als gedacht. Vor 9700 Zuschauern, darunter der schwedische König Carl Gustaf, zeigte die erst 19 Jahre alte Junioren-Weltmeisterin Karlsson das größte Rennen ihrer noch jungen Karriere. Die Schwedin saß lange fröhlich in die SOnne lachend und in ihr Handy tippend in der Leaderbox, ehe Johaug doch noch vorbeizog. Für die Norwegerin war es der insgesamt neunte WM-Titel, in der Liste der erfolgreichsten Teilnehmer der WM-Geschichte rückte sie auf Rang sieben vor.

          Zeit für skandinavische Luftsprünge: Therese Johaug (M.) feiert mit Frida Karlsson (l.) und Ingvild Flugstad Östberg

          Die im Umbruch befindliche deutsche Langlauf-Mannschaft zeigte wie schon im Sprint eine starke Leistung mit drei Läuferinnen unter den besten 15. „Die Mädels haben hier eine tolle Performance hingelegt. Hut ab, Chapeau, Gratulation“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder auch mit Blick auf die Staffel am Donnerstag. Die bis kurz vor der WM erkrankte Hennig verpasste zwar den erhofften Top-10-Platz, war aber dennoch rundum zufrieden. „Für mich ist Elfte wie Top 10. Wir sind echt ein tolles Team und geben uns gegenseitig Mut. Das hat heute erste Früchte getragen“, sagte die 22-Jährige, die zum Auftakt am Samstag Platz 16 im Skiathlon belegt hatte.

          Auch Gimmler strahlte: „Dass es ausgerechnet bei der WM so gut läuft, ist natürlich ein Glücksfall. Ich war im Weltcup in einem Distanzrennen noch nie so weit vorne. Da bin ich gerade ein wenig sprachlos.“

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