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Nordische Ski-WM : Doping-Fahnder erwischen einen Langläufer

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Bein einer gezielten Kontrolle ist der russische Ski-Langläufer Sergej Schirjajew bereits kurz vor WM-Beginn positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet worden. Es ist der erste Dopingfall im Umfeld der WM.

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          Der russische Skilangläufer Sergej Schirjajew ist bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Sapporo des Dopings mit Epo überführt worden. Der Internationale Skiverband FIS teilte am letzten Tag der Titelkämpfe mit, dass eine zielgerichtete Außerwettkampfkontrolle am 21. Februar ein positives Resultat gebracht habe. Der 24-Jährige wurde vorlaufig suspendiert, ihm droht nun eine Zweijahressperre.

          Über die endgültige Strafe soll beim FIS-Council-Meeting im Mai entschieden werden. Schirjajews bestes WM-Resultat war ein elfter Platz über 15 Kilometer, beim Silbergewinn der russischen Staffel war er nicht zum Einsatz gekommen.

          „Jeder Dopingfall ist enttäuschend, weil die Athleten die fundamentale Regel des Fairplay und die schweren Schäden missachten, die sie ihrer eigenen Gesundheit zufügen“, erklärte FIS-Präsident Gianfranco Kasper: „Auf der anderen Seite zeigt dieser Fall die Wirksamkeit des FIS-Bluttestprogramms, bei dem alle Athleten regelmäßig überprüft werden.“ Schirjajew war nach auffälligen Veränderungen in seinen Blutwerten ins Fadenkreuz der Fahnder geraten.

          Viele Fälle in jüngster Vergangenheit

          Die FIS hatte vor der WM mit 450 Blutkontrollen das größte Dopingtestprogramm außerhalb Olympischer Spiele durchgeführt. In den letzten Jahren hatte es eine Serie von Dopingskandalen im Langlauf mit dem Blutdopingmittel Epo gegeben, das den Sauerstofftransport im Blut verbessert.

          Bei der WM 2001 in Lahti wurde der Großteil des finnischen Skilanglauf-Teams überführt, darunter die in Sapporo mit drei Titeln zur erfolgreichsten Teilnehmerin avancierte Virpi Kuitunen Bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City folgten unter anderem der für Spanien startende Deutsche Johann Mühlegg und die Russin Larissa Lasutina, die beide mehrmals Olympiasieger waren. Bei der WM 2003 in Val di Fiemme wurde schließlich die Finnin Kaisa Varis überführt.

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