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Langlauf-Staffel bei Ski-WM : Deutsche Männer „eiern“ hinterher

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Der Bronzeplatz ist ein Siegerplatz: die Franzosen feiern ihren Schlussläufer Jules Lapierre Bild: Reuters

Bei der Nordischen Ski-WM können die deutschen Langläufer in den Kampf um Medaillen eingreifen. Wie immer gewinnt Norwegens Staffel. Am meisten freuen sich die Franzosen.

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          Friedrich Moch kämpfte im dichten Schneetreiben um jede Sekunde, im Ziel fiel er entkräftet zu Boden, doch der leise Medaillen-Traum war da schon längst geplatzt: Mit Rang sieben in der Staffel haben die deutschen Skilangläufer bei der Heim-WM in Oberstdorf abermals enttäuscht.

          Gold ging zum elften Mal in Folge an Norwegen mit Topstar Johannes Hoesflot Klaebo. In den vergangenen 20 Jahren siegte bei Weltmeisterschaften in diesem Rennen immer ein norwegisches Quartett. Silber holte das Team aus Russland  (+12,0 Sekunden) umjubeltes Bronze ging an Frankreich (+1:12,6).

          „Ich bin enttäuscht, das muss ich ganz ehrlich sagen. Platz vier, fünf, sechs muss drin sein. Sieben ist nicht gut“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Auch Lucas Bögl war ernüchtert: „Wir wollten um Rang drei mitlaufen, dieses Ziel haben wir klar verfehlt. Eigentlich hatten wir uns über den Wetterumschwung gefreut, aber wir konnten diesen nicht nutzen.“ Gemeinsam mit Jonas Dobler, Janosch Brugger und Schlussläufer Moch hatte Bögl den widrigen Bedingungen über 4x10-Kilometer nicht viel entgegenzusetzen.

          Vor allem Brugger, der an Position zwei laufend viel Zeit verlor, zeigte sich enttäuscht: „Ich hätte meine Mannschaft gerne im Rennen um die Medaillen gehalten. Aber es war zäh wie Kaugummi, und so eiert man halt hinterher.“ Geschieht in den Distanzrennen am Wochenende kein Wunder, wird das deutsche Langlauf-Team somit auch bei der fünften WM in Folge leer ausgehen.

          Schlickenrieders Fazit fiel dann auch enttäuschend aus. „Wir haben es nicht geschafft, zum Höhepunkt die beste Leistung abzurufen. Wir sind zu früh aus dem Training gegangen und haben unsere Topform zum Jahreswechsel bei der Tour de Ski gehabt“, sagte der DSV-Coach: „Aber da braucht es keiner, wenn man eine WM zu Hause hat.“

          Norwegens Gold-Serie hielt derweil dank Klaebo. Der 24-Jährige vollendete die Vorleistungen von Paal Goldberg, Emil Iversen und Hans Christer Holund. 400 Meter vor dem Ziel hängte er den russischen Schlussläufer Alexander Bolschunow entscheidend ab. Mit der 25. Medaille der Titelkämpfe in Oberstdorf stellte Norwegen schon jetzt den eigenen WM-Rekord aus dem Jahr 2019 ein. Für Kläbo war es das dritte WM-Gold der Titelkämpfe.

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