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Nordische Kombination : „Von der Blödheit der anderen profitiert“

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Siegerquartett (v.l.): Fabian Rießle, Vinzenz Geiger, Eric Frenzel und Johannes Rydzek. Bild: Reuters

In der Olympiasieger-Besetzung mit Frenzel, Rießle, Rydzek und Geiger distanzieren die deutschen Kombinierer ihre Konkurrenz. Auch weil sich Norweger und Österreicher selbst besiegen.

          Mit großer Kampfkraft und einer gehörigen Portion Glück ist den deutschen Kombinierern ein Start nach Maß in den WM-Winter gelungen. Das Olympiasieger-Quartett um Johannes Rydzek und Eric Frenzel gewann beim Auftakt in Kuusamo nach einer tollen Aufholjagd den einzigen Staffel-Wettbewerb vor den Weltmeisterschaften im Februar in Seefeld - allerdings auch dank unfreiwilliger Mithilfe der schärfsten Kontrahenten Norwegen und Österreich.

          „Die Taktik war, von Anfang an Druck zu machen. Es ist ein richtig schönes Rennen gewesen“, sagte Rekordweltmeister Rydzek, der 24 Stunden zuvor den dritten Platz im Einzelwettbewerb belegt hatte, im ZDF. Als vorletzter Läufer lief er den entscheidenden Vorsprung zum ersten deutschen Staffelsieg im Weltcup seit zwei Jahren heraus.

          1:05 Minuten auf die nach dem Springen führenden Japaner musste das deutsche Quartett in der Loipe wettmachen, bereits Fabian Rießle als zweiter Starter übernahm die Führung - nach 20 Kilometern hatte Schlussläufer Vinzenz Geiger schließlich 1:04,8 Minuten Vorsprung auf die Japaner.

          „Läuferisch sind wir richtig stark, das gefällt mir schon zum Saisonbeginn wirklich gut“, meinte Bundestrainer Hermann Weinbuch: „Wir haben nach dem ersten Wochenende einen Sieg und einen Podestplatz - Saisonauftakt geglückt.“

          Materialprobleme bei Norwegern und Österreichern

          Nach dem Springen hatte das deutsche Team ursprünglich nur auf Rang vier gelegen - zwischen Japan und Deutschland waren noch höchst aussichtsreich Österreich (drei Sekunden Rückstand) und Norwegen (24 Sekunden zurück) plaziert.

          Bei der Materialkontrolle erwischte es allerdings Lukas Greiderer aus den Reihen der Österreicher und Jarl Magnus Riiber, den besten Springer der Norweger. Ihre Resultate wurden gestrichen, da beide einen nicht regelkonformen Anzug benutzten. Somit ging das DSV-Team von Rang zwei in den abschließenden Skilanglauf über 4x5 Kilometer. Österreich und Norwegen, das letztlich noch Platz drei rettete, fielen aussichtslos zurück. „Da haben wir von der Blödheit der anderen profitiert“, drückte es Rießle drastisch aus.

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