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Biathlon in Antholz : Schempp führt deutsches Team zum Staffelsieg

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Simon Schempp: Der Biathlet sicherte dem deutschen Team den Staffelerfolg in Antholz. Bild: AFP

Erster Staffelsieg seit fast zwei Jahren: Deutschlands Biathleten gewinnen mal wieder einen Teamwettbewerb. Bei den Frauen feiert Nadine Horchler ihren ersten Weltcupsieg vor der Weltcupführenden Laura Dahlmeier.

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          Simon Schempp hat die deutschen Biathleten beim Weltcup in Antholz zum ersten Staffelsieg seit fast zwei Jahren geführt. Im packenden Schlusspurt rang Schempp den Norweger Emil Hegle Svendsen nieder. Damit hatten Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Schempp 0,1 Sekunden Vorsprung vor dem Weltmeister.

          Rang drei ging an Olympiasieger Russland. Bei der gelungenen WM-Generalprobe leisteten sich die Deutschen insgesamt sechs Nachlader. Schempp musste im Spurt zwar den längeren Weg gehen, hatte im Fotofinish aber eine Schuhlänge Vorsprung vor Svendsen. „Ich wollte schon früher vorbei, aber dann hat er noch mal angezogen und ich musste den längeren Weg gehen. Aber toll, dass es gereicht hat“, sagte Schempp. Zuletzt hatten die Deutschen bei ihrem WM-Sieg im März 2015 eine Männerstaffel gewonnen.

          Nadine Horchler beim Weltcup in Oberhof: Mit ihrem Sieg in Antholz rechnete kaum jemand.

          Nadine Horchler ist ein Coup gelungen. Die 30 Jahre alte Biathletin hat überraschend den Massenstart in Antholz gewonnen. Für sie war es der erste Weltcupsieg überhaupt. Damit sicherte sich die Winterbergerin auch das Ticket für die WM in Hochfilzen im Februar.

          „Ich hab ein paar Tränen verdrückt. Ich hab mir gesagt, ich versuch's einfach“, sagte sie am Samstag im ZDF nach ihrem unerwarteten Erfolg. „Ich habe meinen eigenen Herzschlag nicht mehr gehört, weil das Stadion gebebt hat.“

          Zweite wurde die Weltcupführende Laura Dahlmeier vor ihrer ärgsten Konkurrentin Gabriela Koukálova. Einen Tag nach ihrem Erfolg im Einzel vergab Dahlmeier ihren fünften Saisonerfolg durch zwei Fehlschüsse beim letzten Schießen, verteidigte aber das Gelbe Trikot der Weltcup-Spitzenreiterin. „Ich habe gehofft, dass ich nach vorn komme, war mir aber nicht sicher. Dass es wirklich noch möglich ist, eine von den Beiden da vorne einzuholen, habe ich erst ganz am Ende gemerkt“, sagte Dahlmeier, die auf der Zielgerade noch an Koukálova vorbei sprintete.

          Nadine Horchler war am Schießstand fehlerfrei geblieben und lag beim Zielsprint uneinholbar vorne. „Ich kann mich gut dran erinnern, wie ich das erste Rennen gewonnen habe. Das ist ganz was Besonderes“, sagte Dahlmeier anschließend.

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