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Terminchaos bei Ski-Damen : „Das ist eine seltsame Sache“

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Mikaela Shiffrin jubelt nach ihrem Sieg im Parallel-Slalom am 19. Februar in Stockholm. Bild: AFP

Mikaela Shiffrin gewinnt zum dritten Mal in Folge den alpinen Gesamtweltcup. Für den vorzeitigen Erfolg musste sich die Amerikanerin nicht mal die Ski anschnallen.

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          Mikaela Shiffrin steht durch die Renn-Ausfälle an diesem Wochenende vorzeitig als Gesamt-Weltcupsiegerin fest. Nach den Absagen von Abfahrt und Super-G in Rosa Chutor bei Sotschi/Russland ist der 23 Jahre alten Amerikanerin der dritte Gesamterfolg nacheinander bei nur noch sieben ausstehenden Einzelrennen nicht mehr zu nehmen. Die Weltcup-Führende aus den Vereinigten Staaten hat in dieser Saison 1794 Punkte gesammelt. Ihre Verfolgerin Petra Vlhova aus der Slowakei bringt es derzeit auf 1075 Punkte – es sind aber nur noch maximal 700 Zähler zu vergeben.

          „Das ist eine seltsame Sache“, sagte Shiffrin in einem Video, das sie über die Sozialen Medien streute. „Ich sitze hier in meinem Bett und es fühlt sich nicht so an, als hätte ich gerade irgendwas geleistet. Aber die ganze Saison war spektakulär.“ Sie könnte jetzt auch wilde Freudentänze aufführen, ergänzte Shiffrin, „aber das will ja niemand sehen.“

          Zuvor war der für Samstag geplante Super-G wegen heftiger Schneefälle abgesagt worden. Wie der Weltverband Fis mitteilte, soll das Rennen auf der Olympia-Strecke von 2014 nun am Sonntag (Start: 10.30 Uhr) gefahren werden. Ursprünglich sollte der Super-G sowieso am Sonntag stattfinden, war aber der Absage der Abfahrt, die wiederum für Samstag geplant war, vorgezogen worden.

          So entfiel auch ein weiterer, kurzfristig für Sonntag angesetzter Super-G – das Ersatzrennen für das im österreichischen St. Anton ausgefallene Rennen. Wie die Fis am Mittag bekanntgab, werden weder dieser Super-G noch die Abfahrt von Sotschi nachgeholt. Somit stand Shiffrins dritter Triumph im Gesamt-Weltcup vor dem Slalom und Riesenslalom in Spindleruv Mlyn (Tschechien) am 8. und 9. März sowie dem letzten Weltcup vom 13. bis 17. März in Soldeu in Andorra fest.

          Shiffrin zieht mit Petra Kronberger (Österreich), Janica Kostelic (Kroatien) und Vreni Schneider (Schweiz) gleich. Mehr Gesamtweltcup-Siege haben nur Annemarie Moser-Pröll (Österreich/6) und Lindsey Vonn (USA/4).

          Immerhin sind die Wettervorhersagen in Sotschi für Sonntag gut, es soll sogar die Sonne herauskommen. Allerdings gibt es laut FIS noch eine Menge Arbeit, um die in der Nacht zuvor gefallenen Schneemassen aus der Strecke zu räumen. Man werde alles tun, um wenigstens das Rennen möglich zu machen, hieß es vom Veranstalter.

          Paris gewinnt Abfahrt in Kvitfjell

          Bei den Herren durfte der Italiener Dominik Paris beim Weltcup im norwegischen Kvitfjell bereits seinen dritten Abfahrtssieg in dieser Saison feiern. Der Super-G-Weltmeister gewann auf der Olympiastrecke von 1994 vor dem Schweizer Beat Feuz (+0,25 Sekunden) und dem Österreicher Matthias Mayer (+0,37), hat aber dennoch nur noch eine kleine Chance auf den Gewinn des Abfahrtsweltcups.

          Paris geht mit 80 Punkten Rückstand auf Feuz in die letzte Abfahrt am 13. März in Soldeu/Andorra. Feuz, der nur bei der ersten Saisonabfahrt in Lake Louise/Kanada nicht auf dem Podest gestanden hatte, reicht zum Abschluss aber bereits ein zwölfter Rang, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Kein anderer Läufer hat noch eine Chance auf die kleine Kristallkugel.

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