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Biathlon ohne Frauen-Stars : „Was läuft schief?“

Vergangene Erfolgszeiten: Magdalena Neuner 2012 bei der Biathlon-WM in Ruhpolding Bild: dpa

Seit Laura Dahlmeier ihre Karriere beendet hat, werden die Versäumnisse des deutschen Verbandes sichtbar. Doch die Ursachen des Problems liegen tiefer.

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          Wenn die erste Mission von Bernd Eisenbichler Erfolg gehabt hätte, dann wäre jetzt vermutlich alles wunderbar, vordergründig zumindest. „Ich habe mich gleich mit Laura Dahlmeier zusammengesetzt“, sagt der 44 Jahre alte Bayer aus Eisenärzt. „Ich wollte sie bewegen, weiterzumachen.“ Das war 2019 beim Weltcupfinale in Oslo, wenige Tage bevor Eisenbichler offiziell seinen neuen Job beim Deutschen Skiverband (DSV) antrat, als Sportlicher Leiter Biathlon. Aber Laura Dahlmeier, die Ausnahme-Skijägerin, war nicht mehr einzufangen, wollte sich mit 25 Jahren nicht mehr dem Stress aussetzen.

          Den hat Eisenbichler jetzt. Mit Frontfrau Dahlmeier hätte der Mann, der 2006 in die Vereinigten Staaten gegangen ist, um in der Biathlon-Diaspora erfolgreich eine Verbandsstruktur aufzubauen, in Ruhe im Hintergrund die Versäumnisse der Vergangenheit aufarbeiten können. So muss er auch beim Weltcup in Ruhpolding Rede und Antwort stehen, weil sich selbst die Koryphäen der Vergangenheit wie Magdalena Neuner oder Herbert Fritzenwenger als Fernsehexperten öffentlich Sorgen über ihre Nachfolger machen. „Wo bleibt der Nachwuchs, warum kommt bei den Frauen niemand nach, was läuft schief?“

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