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Mixed-Staffel : Schwedens Biathleten am besten gemischt

  • Aktualisiert am

Im Jubel vereinte Schweden Bild: AP

Ein starker Michael Greis hat dem deutschen Team nicht gereicht. Bei der ersten Mixed-Staffel-Entscheidung im Rahmen einer Biathlon-WM belegte Deutschland den 5. Platz. Schwedens Quartett siegte vor Frankreich und Norwegen.

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          Ein starker Michael Greis hat dem deutschen Verlegenheits-Team nicht gereicht. Bei der ersten Mixed-Staffel-Entscheidung im Rahmen einer Biathlon-WM belegte Deutschland den 5. Platz. Kathrin Hitzer, Simone Denkinger, Michael Greis und Alexander Wolf hatten nach 2 x 6 Kilometern der Damen und 2 x 7,5 Kilometern der Herren 1:24,2 Minuten Rückstand auf das überraschend siegreiche schwedische Quartett (Helena Jonsson, Anna Carin Olofsson, Björn Ferry und Carl Johan Bergman).

          Mit 27 Sekunden Rückstand auf Schweden erkämpfte das in Starbesetzung angetretene französische Team (Florence Baverel-Robert, Sandrine Bailly, Vincent Defrasne, Raphael Poiree) WM-Silber vor Norwegen (+36,4), das auf seine besten Athleten Linda Grubben und Ole Einar Björndalen verzichtet hatte und in der Besetzung Tora Berger, Jori Mörkve, Emil Hegle Svendsen, Frode Andresen Bronze holte. (Siehe auch: Ergebnisse Wintersport).

          Hitzer „glücklich“, Denkinger „wie gelähmt“

          Die deutsche Startläuferin Kathrin Hitzer hatte nach sechs Kilometern mit nur 16,5 Sekunden Rückstand auf Norwegen als Zweite gewechselt, und zeigte sich danach „total glücklich“. Doch Simone Denkinger schoss bei ihrem einzigen WM-Einsatz gleich beim ersten Schießen mit acht Patronen fünf Mal daneben. Sie musste zwei Strafrunden laufen und fühlte sich danach „wie gelähmt“. Nach dem Wechsel auf Platz neun resümierte sie: „Schade, es tut mir leid für die drei anderen“.

          Ladies first: Start zur gemischten Staffel

          Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis nahm mehr als zwei Minuten Rückstand auf die führenden Schweden seine 7,5-Kilometer-Runde in Angriff und startete eine famose Aufholjagd. Dank zweier fabelhaften Null-Fehler-Schießleistungen in Rekordtempo brachte er die deutsche Staffel sogar wieder in Sichtweite zu den Medaillenrängen. Er wechselte mit nur noch 46 Sekunden Rückstand als Vierte. „Ich bin super zufrieden“, sagte der erst kurzfristig für den erkrankten Andreas Birnbacher in die Staffel gekommene Star des deutschen Teams: „Ich hoffe, dass Ali noch ne Chance hat.“

          Enttäuschung im deutschen Lager

          Doch schon beim ersten Schießen machte eine Strafrunde für Schlussläufer Alexander Wolf alle Hoffnungen auf die fünfte WM-Medaille für die deutschen Skijäger zunichte. Er hatte mit nur 22 Sekunden Rückstand zum Bronzeplatz das Rennen aufgenommen. Am Ende reichte es aber nur zu Platz fünf noch hinter Slowenien. „Ein bisschen enttäuscht bin ich schon“, sagte Wolf: „Mit normaler Leistung wäre eine Medaille drin gewesen.

          Damen-Bundestrainer Uwe Müssiggang gab zu: „Wir sind schon enttäuscht, wollten aufs Podium.“ Männer-Chef Frank Ullrich fügte an: „Das scheint nicht unser Wettbewerb zu sein.“ Bei den drei Auflagen gab es für deutsche Staffeln lediglich 2005 eine Bronzemedaille.

          Pichler mit Tränen in den Augen

          Ausgelassen feierte dagegen der aus Ruhpolding stammende schwedische Trainer Wolfgang Pichler. „Wir sind die Mannschaft der Stunde. Unser Konzept ist voll aufgegangen. Ein Kompliment an die Sportler, wie sie der Nervenbelastung Herr geworden sind und das Rennen vom Start weg beherrscht haben. Ich bin überzeugt, dass auch in den nächsten Tagen noch was geht“, kündigte der Bayer in schwedischen Diensten an.

          „Heute Abend lassen wir's aber erst mal krachen“, ergänzte der zu Jahresanfang von König Carl Gustaf mit dem schwedischen Fernsehpreis ausgezeichnete Trainer. Die Wirtin des schwedischen Team-Hotels „Alpenhof“ will sogar eine Party feiern, die das Antholzer Tal noch nicht gesehen habe.

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