https://www.faz.net/-gtl-9ghbb

Marco Sturms Abschied : Hut ab

Das letzte Mal hinter der deutschen Bande: Bundestrainer Marco Sturm geht das Abenteuer NHL schon am Dienstag an. Bild: dpa

Das Ergebnis ist für Marco Sturm bei seinem letzten Einsatz für das Eishockey-Nationalteam sekundär. Der Bundestrainer hinterlässt tiefe Spuren – und eine Kopfbedeckung mit Kultstatus.

          3 Min.

          Die Schlusspointe hat gefehlt. Aber mit dem Ablauf der Abschiedsvorstellung war Marco Sturm trotzdem einverstanden. Er blieb sich dabei treu und nahm sich auch zum Ende seiner dreijährigen Amtszeit nicht zu wichtig. „Es war eine schöne Zeit, in der viele Freundschaften entstanden sind. Deswegen tut es schon ein bisschen weh“, sagte der Bundestrainer, der am Wochenende letztmals für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) im Einsatz war. Der 40-Jährige nutzte sein Fazit hauptsächlich dazu, dafür zu werben, dass hierzulande mehr getan werden müsse, um Potentiale auszuschöpfen, ansonsten sei es um den wieder gewachsenen Stellenwert der Sportart schneller geschehen, als allen Beteiligten lieb sein könne.

          Ergebnisse, Spiele, Termine und Tabellen der Eishockey-WM 2019

          Sturm sagte, er sehe die Profi-Klubs in der Pflicht, zusammen mit dem Verband „Regeln zu schaffen, dass sich schnell etwas ändert. Der Status quo reicht nicht.“ Die Nachwuchsarbeit müsse mit mehr Konzept stattfinden, die Ausbildung der (Jugend-)Trainer verbessert und die Zahl der Kontingentspieler, die in den 14 erstklassigen Vereinen noch immer das Gros des Personals stellen, spürbar reduziert werden, um einheimischen Talenten mehr Möglichkeiten zu geben. „In der Vergangenheit war es immer so, dass es einen Knall geben musste, damit sich was getan hat. Das können wir uns nicht mehr leisten. Denn die anderen Nationen schlafen nicht“, lautete eine von Sturms Botschaften beim Deutschland-Cup, bei dem es für ihn und die Weggefährten nicht zum glänzenden Abschluss des Teamworks reichte. Das 0:2 am Sonntag gegen die Slowakei besaß für sie nach den Niederlagen gegen Russland (3:4 nach Verlängerung) und die Schweiz (3:4 nach Penaltyschießen) nur noch statistische Bedeutung. Den Titelgewinn sicherte sich Russland durch ein 4:2 über die Schweiz.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Bali oder Handy? Auch an Sehnsuchtsorten ist die digitale Versuchung groß.

          Selbstversuch auf Bali : Verflixtes Digitalfasten

          Keine Anrufe, nur ganz wenige Mails, ansonsten nichts als Erholung von der Arbeit. Funktioniert das – vor allem für Freiberufler? Ein Selbstversuch auf Bali soll Antworten liefern.