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Ski-WM : Ligety schreibt Riesenslalom-Geschichte

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Ein historischer Lauf: Nach Garmisch und Schladming gewinnt Ligety auch in Beaver Creek die Goldmedaille Bild: AFP

Der erste Sieg für die Gastgebernation bei den Ski-Weltmeisterschaften ist zugleich der dritte Titel im Riesenslalom für Ted Ligety in Folge. Nun will der Rekordfahrer Felix Neureuther anfeuern.

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          Mit seinem dritten WM-Titel im Riesenslalom nacheinander hat Ted Ligety alpine Ski-Geschichte geschrieben – auch, wenn ihn das für den Moment nicht groß interessierte. Die Erfolge seien zwar „cool“. Nur sei er eben „keiner, der viel Wert auf Statistiken legt“, sagte der 30 Jahre alte Skirennfahrer nach dem ersten Sieg für die Gastgebernation bei den Weltmeisterschaften.

          Der bange Blick auf die Zeit: Erst ein Traumlauf brachte Ligety auf den ersten Rang

          Angesichts des enttäuschenden Abschneidens von Lindsey Vonn und Bode Millers Wadenverletzung mussten die Amerikaner bis zum neunten Wettbewerb von elf WM-Entscheidungen warten, um ihr erstes Gold zu bejubeln. Und auch Ligety war am Freitag zunächst nicht auf Siegkurs. Erst ein Traumlauf im Finale brachte den zweimaligen Olympiasieger ganz nach vorn. „Ich wusste, dass ich das kann. Ich bin in den letzten Wochen immer besser geworden“, sagte Ligety, der bereits im Dezember im Weltcup den Riesentorlauf in Beaver Creek gewonnen hatte.

          „Es macht einfach unglaublich viel Spaß, ihm beim Skifahren zuzuschauen“, kommentierte Felix Neureuther, der den dritten Platz und die erhoffte Medaille als Vierter knapp verpasste. „Er ist ein sehr großer Freund von mir. Deshalb: Ich habe ihm von Herzen gratuliert.“ Niemand außer Ligety hat bisher drei Weltmeistertitel im Riesenslalom in Serie geschafft. Schon 2011 in Garmisch und 2013 in Schladming gewann der Amerikaner, der sich mit diesen Dingen später beschäftigen will: „Zurückblicken und Bilanz ziehen möchte ich erst nach meiner Karriere.“

          Nach seinem Rekord-Sieg sprach der 30 Jahre alte Ligety seinem Kumpel Neureuther Mut zu: „Ich habe ihm gesagt, dass er das gewinnen soll am Sonntag. Er hat eine große Chance. Er ist jemand, den ich anfeuern werde“, kommentierte Ligety - obwohl er selbst auch am Start des letzten WM-Rennens dieser Titelkämpfe in den Rocky Mountains stehen wird.

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