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Langlauftrainer Ullrich : Unbequeme Lösung

  • -Aktualisiert am

Genauso unbequem wie Behle: Frank Ullrich Bild: dpa

Ein Biathlet soll den Langläufern Erfolg bringen? Warum nicht! Schließlich sollen die Sparten besser verzahnt werden. Doch vor allem seine Persönlichkeit spricht für Ullrich.

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          Ausgerechnet ein Biathlet soll den deutschen Skilangläufern den Erfolg zurückbringen? Ist dem Deutschen Skiverband (DSV) wirklich nichts Besseres eingefallen als den im März zurückgetretenen Bundestrainer Jochen Behle durch Frank Ullrich zu ersetzen? Jenen Mann, der vor zwei Jahren als Bundestrainer der Biathlon-Männer aufgehört hat, um sich dem Skijäger-Nachwuchs zu widmen.

          Die Frage ist, ob dem DSV überhaupt etwas Besseres einfallen konnte? Mal von einer ausländischen Lösung abgesehen. Wobei die Erfahrungen mit Norwegern und Finnen im Trainerstab zuletzt auch nicht die besten waren. Ganz im Gegenteil. Nein, da ist es schon besser, auf einen zu setzen, der mit den Strukturen hierzulande bestens vertraut ist.

          Natürlich ist der Biathlon-Erfolgstrainer Ullrich keine Garantie für rosige Zeiten im Langlauf, aber erstens sind die Biathleten trainingsmethodisch nicht weg von den Langläufern, zweitens tun frische Impulse gerade den in die Jahre gekommenen Langläufern gut. Diese Impulse haben die Veteranen Teichmann, Angerer und Filbrich ohnehin schon im vergangenen Winter bei Ullrich gefunden. Drittens ist die Personalie Ullrich gerade vor dem Hintergrund eine kluge Entscheidung, dass künftig vor allem bei den Frauen Biathlon und Langlauf stärker miteinander verzahnt werden sollen. Und noch eines spricht für Ullrich: Er ist mindestens so eigensinnig und unbequem wie Behle.

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