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Biathlon-Probleme in Oberhof : „Ich würde den Schnee auch vom Nordpol holen“

Zu klein für große Veranstaltungen: In Oberhof müssen sie in den kommenden Jahren kräftig in Schneedepots investieren. Bild: Imago

Die Diskussionen sind hitzig, die Fronten verhärtet: Biathlon-Standorte suchen Konzepte im Umgang mit dem Klimawandel. Oberhof hat sich dafür viel zu lange Zeit gelassen. Nun ist die Aufregung groß.

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          Über Nacht war am Wochenende der Frost zurückgekehrt und hatte nach zwei Tagen Dauerregen bei den Organisatoren des Biathlon-Weltcups in Oberhof für Entspannung gesorgt. Noch lagern knapp 2000 Kubikmeter Schnee als letzte Reserve in der Skihalle, aber bei weiterem Regen wäre es wohl eng geworden. Es ist vielleicht übertrieben zu behaupten, die vieldiskutierten 35 Lkw-Ladungen Schnee aus dem 350 Kilometer entfernten Gelsenkirchen hätten die viertägige Veranstaltung am Grenzadler gerettet, aber der Satz von Arena-Chef Detlef Kotlinsky trifft es schon: „Der Schnee aus Gelsenkirchen hat uns die Sicherheit gegeben, die wir brauchen, damit der Weltcup über die Bühne gehen kann.“

          Schneetransporte sind in Oberhof und anderswo nichts Neues, aber in Zeiten des Klimawandels und gewachsenen Umweltbewusstseins löst das heftige Diskussionen aus, und den Betroffenen wird die verheerende Co2-Bilanz um die Ohren gehauen: Rund zehn Tonnen Kohlendioxid, hat man ausgerechnet, habe der Transport freigesetzt. Was sofort wieder mit Gegenrechnungen gekontert wird. Ob das nun der Flug nach Mallorca oder der Kohlendioxidausstoß beim Streamen ist.

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