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Das Event ist der Haken : Wo der Sport beim Klimaschutz weiterdenken muss

  • -Aktualisiert am

Ganz dicht: Parkplätze um das Stadion der TSG Hoffenheim versiegeln den Boden. Bild: GES/Uli Deck

Sport muss Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ins Spiel bringen. Nach oben ist dabei noch viel Luft – auch, wenn es um die Fans geht.

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          Auf Sebastian Vettels Website stehen über seinen jüngsten Ausflug nur ein paar Zeilen. „Zwischenstopp in Island“, lautet die Überschrift, was seltsam klingt, nahm Vettel doch mehrstündige Flüge auf sich, um zwischen seinen Rennen in Zandvoort und in Monza mal eben den Inselstaat im Nordatlantik zu besuchen. Es hatte natürlich einen Grund. Vettel, so liest man, wollte bei der Eröffnung einer CO2-Anlage dabei sein, die Kohlendioxid aus der Luft dauerhaft mineralisiert im Boden abspeichert. „Ich denke, das wird nicht die einzige Lösung in Zukunft werden, aber eine Lösung, die unsere Herausforderung, vor der wir stehen, mit lösen kann“, sagte Vettel hinterher im Gespräch mit einer Sky-Journalistin, da war er schon auf italienischem Boden.

          Kim Maurus
          Volontärin.

          Im Gegensatz zu Umweltaktivisten nahm Vettel das Wort „Klimakrise“ nicht in den Mund, es war klar, worum es ging. Nicht nur der Formel-1-Weltmeister ist in den vergangenen Jahren Advokat einer besseren, grüneren Welt geworden. Sein Kollege Lewis Hamilton lebt schon seit mehreren Jahren vegan, immer wieder teilt er in Instagram-Beiträgen sein Umweltbewusstsein, spricht darin von der Erde, „die noch lange nach uns da sein“ wird, und appelliert an seine 23,9 Millionen Abonnenten, doch mal darüber nachzudenken. Der kenianische Langstreckenläufer Eliud Kipchoge kauft fünfzig Hektar Wald, wohl wissend, dass es ohne frischen Sauerstoff schwer wird mit dem Ausdauertraining, und hält seine Landsleute an, es ihm gleichzutun. Die amerikanische Tennisspielerin Serena Williams setzt bei ihren Modekollektionen auf vegane Produkte. Und so ließe sich die Liste weiterführen.

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