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Kein Schnee : Zwangsurlaub für Wintersportler

Skijäger im Grünen: In Hochfilzen ging es gerade noch. Für Oberhof ist die Wetter- und Schneelage noch unklar Bild: AP

Kein Wetter für Weltcup-Wettbewerbe: Der Neujahrs-Slalom in München ist längst abgesagt. Der Terminplan der Kombinierer wird umgekrempelt. Nur für die Skispringer fällt wie immer Silvester aus.

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          Das vorweihnachtliche Frühjahrs-Wetter beschert den meisten Wintersportlern zwangsweise Sonderurlaub. So fällt der am 2. und 3. Januar in Klingenthal geplante Weltcup der Nordischen Kombinierer aufgrund der warmen Temperaturen in dem nur 569 Meter hoch gelegenen Wintersportort im Vogtland aus. Gut für Eric Frenzel und seine Mitstreiter, die nun endlich mal richtig Silvester feiern dürfen. Schlecht für die Planung von Bundestrainer Hermann Weinbuch, der eigentlich schon vom 28. Dezember an zu einem Trainingslager ins Erzgebirge einladen wollte. „Das fällt wegen des fehlenden Schnees ebenso aus wie der Weltcup“, sagt Weinbuch, der seinen Sportlern nun zwangsweise bis ins neue Jahr freigegeben hat.

          Auf der Schanze hätte man zur Not springen können, unüberwindbare Probleme gab es aber bei der Präparierung der zwei Kilometer langen Laufstrecke um die Vogtland Arena. Auch die Austragung des nachfolgenden Weltcups am 9. und 10. Januar in Schonach im Schwarzwald, das auch nur 880 Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist derzeit mehr als fraglich.

          Als Ausweichtermine nennt Weltcup-Direktor Lasse Ottesen den 23./24. Januar und das erste März-Wochenende. Doch langsam kommen die Kombinierer in einen Wettkampf-Stau, schließlich war schon der Saisonauftakt in Kuusamo ausgefallen - dort allerdings wegen der nicht sprungfähigen Schanze.

          In Klingenthal können die Nordischen Kombinierer nicht springen, und schon gar nicht laufen Bilderstrecke

          Auch bei den Biathleten ist der Jahresauftakt in Oberhof (7. bis 10. Januar) abgesagt. Schon der Weltcup in Hochfilzen Mitte Dezember hatte mit Wintersport nicht mehr viel zu tun. Die „Skijäger“ waren eher im Grünen unterwegs – nur ein schmales Schnee-Band lag ihnen noch zu Füßen. Dagegen kann der Show-Wettbewerb „World Team Challenge“ am 28. Dezember in der Schalker Arena planmäßig über die Bühne gehen. Weltcup-Punkte werden hier aber nicht vergeben.

          Längst abgesagt ist auch der Parallelslalom der alpinen Skifahrer in München. Der für den Neujahrstag am Olympiaberg geplante Wettbewerb mit den besten 16 Slalom-Fahrern bei Damen und Herren kann wie schon in den vergangenen beiden Jahren nicht ausgetragen werden. Der City-Event wurde ersatzlos gestrichen, dagegen wird für den Mitte November in Levi ebenfalls bereits dem Schneemangel zum Opfer gefallenen Slalom noch ein Ausweichtermin gesucht.

          Dagegen müssen die Skispringer wie immer zum Jahreswechsel ran. Das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen ist ebenso wie die anderen Wettbewerbe der Traditionsveranstaltung nicht gefährdet. Tournee-Präsident Michael Maurer gab schon frühzeitig „grünes Licht“ für alle vier Springen der Vierschanzentournee. Es sei ausreichend Schnee produziert worden.

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