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Vierschanzentournee : Gute Qualifikation für die deutschen Skispringer

  • Aktualisiert am

Es geht los: Die Qualifikation in Oberstdorf Bild: Reuters

Richtig ernst wird es am Sonntag. Beim Qualifikationsspringen vor dem Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf setzen die Deutschen aber schon einmal Ausrufezeichen. Auf den ersten Platz kommt indes ein Slowene.

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          Richard Freitag verließ mit einem breiten Grinsen die Schattenbergschanze, und auch Severin Freund war nicht unzufrieden mit dem Vorgeplänkel zum ersten Showdown bei der 63. Vierschanzentournee. Beim Sieg des Slowenen Peter Prevc in der Qualifikation zum Auftaktspringen in Oberstdorf präsentierte sich das deutsche Top-Duo am Samstag bereits in ansprechender Form. „Beide haben gut reingefunden und ein gutes Training gemacht. Die Qualifikation hat das nicht ganz wiedergespiegelt. Wir werden morgen einen guten und konzentrierten Wettkampf abliefern“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

          Vor allem Freitag tankte als Fünfter mit 132 Metern zusätzliches Selbstvertrauen. „Es hat extrem Spaß gemacht. Es tut gut, wenn man weit springt und das Tournee-Gefühl sofort aufnehmen kann“, sagte der 23-Jährige. „Wenn er sich auf diese Veranstaltung einlässt, dann ist eine Überraschung drin“, sagte Schuster zu den Chancen Freitags.

          Der Sachse verpasste das für den Sieg in der Qualifikation ausgelobte Weihnachtsgeld von 2000 Euro nur um 2,7 Punkte. Die Prämie strich Prevc ein, der mit der Tagesbestweite von 138,5 Metern Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer aus Österreich und Senior Noriaki Kasai aus Japan auf die Plätze verwies.

          Freund konnte mit 135 Metern und Rang zwölf ebenfalls gut leben. „Der Tag war wertvoll, der Wind war wechselhaft. Ich bin nach dem Schanzentisch ein bisschen Tretboot gefahren. Da verliert man ziemlich viel. Den Sprung nehme ich mit und der Gegner ist auch schlagbar“, sagte die größte deutsche Tournee-Hoffnung mit Blick auf das K.o.-Duell gegen den Russen Dimitri Wassiljew.

          Freund hatte bereits im Vorfeld betont, dass er für die Mission Tourneesieg gewappnet ist. Immerhin warten die deutschen Springer schon seit 13 Jahren, als Sven Hannawald alle vier Springen gewann, auf einen Gesamttriumph.

          „Der Name Hannawald verfolgt uns. Er hat die Latte sehr hoch gelegt“, meinte Schuster. Der bisher einzige Grand-Slam-Gewinner der Tourneegeschichte traut Freund aber einiges zu. „Ich glaube, dass er eine Maschine ist, die man anstellt und dann funktioniert sie“, redete Hannawald den Skiflug-Weltmeister stark.

          Kracherduelle im ersten Durchgang

          Von den insgesamt 13 DSV-Startern schafften auch die Team-Olympiasieger Andreas Wank und Marinus Kraus, Routinier Michael Neumayer, Saisonaufsteiger Markus Eisenbichler, Debütant Stephan Leyhe sowie Daniel Wenig, Tim Fuchs und Karl Geiger aus der nationalen Gruppe problemlos den Sprung in den Wettbewerb an diesem Sonntag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport live).

          Dann kommt es im ersten Durchgang zu einigen Kracherduellen. Prevc trifft auf den viermaligen Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz, der auf die Qualifikation verzichtete. Schlierenzauer bekommt es mit seinem Landsmann Michael Hayböck zu tun, Kasai mit dem dreifachen Saisonsieger Roman Koudelka. Sowohl der Tscheche als auch der junge Österreicher verließen den Anlaufturm zu Fuß, weil der Wind ausgerechnet bei den Topspringern phasenweise zu stark blies.

          Immerhin stimmte der äußere Rahmen. Pünktlich zum Auftakt präsentierte sich Oberstdorf in einer herrlichen Winterlandschaft, nachdem die Schanze wegen des warmen Wetters im Vorfeld mit 3500 Kubikmetern Kunstschnee belegt worden war.

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