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Skispringen am Holmenkollen : Geiger, Schmid und Co. auf Rang zwei

  • Aktualisiert am

Weiter hoffnungsvoll: Constantin Schmid liegt in der Raw-Air-Wertung vorne. Bild: AFP

Auch ohne Zuschauer laufen die Skisprung-Wettbewerbe am Holmenkollen für die deutschen Athleten zufriedenstellend. Im Teamspringen reicht es zu Platz zwei, für einen Youngster scheint sich eine ungeahnte Chance aufzutun.

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          Karl Geiger ärgerte sich nur kurz, Constantin Schmid musste angesichts eines möglichen Schecks von 60.000 Euro kurzzeitig grinsen wie ein Lausbub: Die deutschen Skispringer haben auch beim Teamwettbewerb am Holmenkollen in Oslo ihre Stärke bewiesen und sich vor leeren Rängen nur Gastgeber Norwegen geschlagen geben müssen. In der Besetzung Schmid, Pius Paschke, Stephan Leyhe und Geiger reichte es nach acht Sprüngen am Samstag zu Rang zwei vor Slowenien. Bei der Raw-Air-Wertung führt nach 3 von 16 Sprüngen weiter überraschend Youngster Schmid.

          Doch das wollte der 20-Jährige noch nicht zu hoch hängen. „Da reift noch gar nix, wir sind jetzt drei Sprünge durch. Wir stehen noch ganz am Anfang. Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Wettkampf. Wir schauen, dass es so weitergeht“, sagte Schmid, der am Freitag bereits die Qualifikation gewonnen hatte, im ZDF.

          Momentan laufe es bei ihm aber wirklich gut, „ich habe echt einen guten Lauf“, urteilte Schmid. Auch im Teamspringen hatte er mit 128 und 130 Metern ordentliche Versuche gezeigt und die Konkurrenz in der hoch dotierten Wertung hinter sich gehalten. Bundestrainer Stefan Horngacher attestierte Schmid derzeit gar „Weltklasse“.

          Geiger hofft weiter auf Gelb

          Die wird auch Geiger, der am Samstag nicht das gewohnte ganz hohe Niveau zeigte, beim nächsten Einzel am Sonntag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) wieder unter Beweis stellen müssen, wenn er doch noch eine Chance auf das Gelbe Trikot haben will. 118 Punkte liegt Geiger derzeit hinter dem Führenden Stefan Kraft, vier Einzel stehen noch aus. Das Team kann dem 27 Jahre alten Allgäuer dabei ein gutes Vorbild sein, zog Deutschland dank des zweiten Platzes im Nationencup doch an den bisher führenden Österreichern vorbei.

          Wegen des neuartigen Coronavirus finden die Wettbewerbe in Oslo an diesem Wochenende ohne Zuschauer statt. Vereinzelt waren doch Fans gekommen und hatten versucht, über die hohen Zäune einen Blick auf die Schanze zu erspähen. Fis-Rennleiter Walter Hofer sagte am Samstag, ab Montag in Lillehammer solle es normal und mit Publikum weitergehen. Zur ungewohnten Atmosphäre in Norwegens Hauptstadt meinte der scheidende Funktionär mit einem Augenzwinkern: „Natürlich ist es nicht so stimmungsvoll ohne Publikum. Aber die Zuschauer am Fernsehschirm sind zumindest zufrieden.“

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