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Freerider : Neben der Spur

  • -Aktualisiert am

Für Ungeübte nicht zur Nachahmung empfohlen Bild: AP

Wo liegt im Alpengebiet der beste Pulverschnee, der eingefleischte Freerider zu ihren extremen Abfahrten verlockt? Wir haben die besten Ziele der Saison zusammengestellt.

          3 Min.

          Ein eingefleischter Freerider verrät seine Lieblingsgebiete nicht. Wer lässt sich schon gern die schönsten jungfräulichen Pulverschneehänge vor der Nase mit Spuren durchkreuzen? Wir verraten trotzdem, wo sich die besten Ziele der Alpen befinden und haben die Geheimtipps der Saison zusammengestellt.

          Frankreich

          Chamonix: Neben La Grave hat sich Chamonix, der Ort am Fuße des Montblanc, längst einen Namen als Freeride-Gebiet gemacht. In Höhenlagen zwischen tausend und 3800 Metern geht hier das Herz der Skifahrer auf. Die Tiefschneeabfahrten, die zum Glacier d'Argentiere oder zum Mer du Glace hinabführen, sind legendär. Auch wenn es dort vor Gletscherspalten wimmelt. Landschaftlich spektakulär und noch dazu technisch gut zu schaffen ist die Abfahrt von der Aiguille du Midi über das Mer de Glace nach Chamonix. Sie ist mit ihren etwas mehr als 19 Kilometern die längste Skiabfahrt der Welt. Der Tages-Skipass kostet 36 Euro (Weitere Informationen unter www.chamonix.com).

          Schweiz

          Zinal: Der Freeride-Bereich bei den "Gardes de Bordon" macht Zinal im Wallis zu einem beliebten Freeriding-Revier. Die Nord-Ostlage der Pisten garantiert vorzügliche Wintersportbedingungen bis zum Ende der Saison. Darüber hinaus bietet das Skigebiet von Zinal-Sorebois allen Skibegeisterten 70 Kilometer Pisten. Das Zinal-Freeride-Rennen macht am 3. und 4. März den Ort zum Zentrum der Freeriding-Welt. Der Tagesskipass kostet 45 Franken, also 28 Euro (www.zinal.ch).

          Engelberg: Mehr als 2000 Meter Höhenunterschied warten auf den Abfahrten am Engelberger Galtiberg und am Steinberg auf die "Powder-Junkies". Wer ausreichend Kondition hat, der sollte es mit den schnelle Liften und Seilbahnen auf bis zu 9000 Höhenmetern Abfahrt pro Tag bringen. Berüchtigt sind die bis zu 45 Grad steilen Hänge. Den Tages-Skipass gibt es ab 53 Franken, also 33 Euro (www.engelberg.ch).

          Lötschental: Noch gehören die Hänge im Walliser Lötschental zu den Geheimtipps der Freerider. 1600 Höhenmeter Abfahrt sind keine Seltenheit. Weite Hänge und schmale Rinnen gibt es dort genauso wie tiefen Pulverschnee - und im Frühjahr dann auch die begehrten Firnhänge. Der Tages-Skipass kostet 45 Franken, also 28 Euro (www.loetschental.ch).

          Österreich

          Arlberg: Mit rund 180 Kilometern Tiefschnee- und Firnabfahrten lockt der Arlberg. Insgesamt erstreckt sich das Skigebiet über eine Fläche von 50 Quadratkilometern. Da gibt es für fast jeden einen Hang, in den noch keine Spuren gezogen wurden. Die mit 8,5 Kiometern längste Abfahrt führt mit einem Höhenunterschied von 1350 Metern von der Valluga (2811 Meter) über die Ulmerhütte bis nach St. Anton. Das gesamte Arlberg-Skigebiet ist mit einem einzigen Skipass befahrbar. Der Tages-Skipass kostet 40,50 Euro (www.stantonamarlberg.com).

          Deutschland

          Mittenwald: Wenn Alois Fichtl, der Kaufmännische Vorstand der Mittenwalder Karwendelbahn, die Dammkar-Abfahrt vergleichen sollte mit einem anderen Freeriding-Revier, dann fallen ihm nur die Rocky Mountains ein. "Tiefschnee wie im Dammkar findet man selten woanders." Das Geheimnis: In dem Nordkar hält sich der Schnee ausgesprochen lang besonders pulvrig. Mit ihren 7,5 Kilometer verläuft am Dammkar die längste Abfahrt Deutschlands. Fast 1400 Höhenmeter geht es hinunter ins Tal. Seit 1999 wird hier nicht mehr präpariert.

          Wer sich in das Abenteuer Dammkar stürzt, der muss durchhalten. Einen Ausweg auf eine Piste gibt es hier nicht. Der Tages-Skipass kostet 29 Euro (www.karwendelbahn.de).

          Oberammergau: Bis zu 42 Grad richtet sich der Nordhang des Oberammergauer Hausbergs Laber auf. Dieser Hang übte schon immer einen besonderen Reiz auf Skifahrer aus. Doch in den neunziger Jahren wurde es still um den Laber. Erst die Freeriding-Welle hat das kleine Gebiet wieder interessant gemacht. Besonderer Kult: Die 50 Jahre alte Seilbahn. Mit einer Förderleistung von 120 Fahrgästen muss man an besonders viel versprechenden Neuschnee-Tagen Wartezeiten von bis zu einer Stunde einplanen. Dafür bietet der Laber auch weniger steile Hänge, die den Freeriding-Genuss perfekt machen. Für den Tages-Skipass zahlt man am Laber 21,50 Euro (www.laber-bergbahn.de).

          Italien

          Alagna: Das selbsternannte "Freeride-Paradise" auf der Südseite des Monte-Rosa-Massivs heißt Alagna. Durch Rinnen und über breite Pulverhänge geht es in Sichtweite von Lyskamm und Dufourspitze 2000 Höhenmeter vom Punta Indren hinunter ins Sesiatal. Traumabfahrten gibt es in Alagna genug. Einziges Problem ist, sie zu finden. Wem die Hänge, die von den Liften aus zu erreichen sind, nicht genug sind, für den gibt es in Alagna auch einen HubschrauberService. Der Tages-Skipass kostet 35 Euro (www.alagna.it).

          Gressoney: Mit dem Skigebiet Alagna erst seit 2003 durch die Skischaukel Monterosa Ski verbunden, gehört Gressoney zu den besten Freeride-Revieren im gesamten Alpenraum. 90 Prozent aller Abfahrten sind ohne lange Gehzeiten direkt vom Lift aus zu erreichen, und das in einer beeindruckenden Bergkulisse. Wer auf Statistik setzt: Bis zu 6000 Höhenmeter können trainierte Skifahrer hier am Fuß des Monte Rosa pro Tag schaffen. Der Tages-Skipass kostet 35 Euro. (www.gressoneyonline.it).

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