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Team-Kombination bei WM : „Das fühlt sich an wie ’ne Goldene“

  • Aktualisiert am

Eric Frenzel und Fabian Rießle freuen sich über WM-Bronze. Bild: EPA

Die eingeplante Kombinierer-Medaille im Teamsprint gelingt gerade. Für Gold verliert das Titelverteidiger-Duo Frenzel und Rießle auf der Schanze zu viel. Es ist die schlechteste WM-Bilanz seit 1999.

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          Der ganze WM-Frust der vergangenen Tage war bei Eric Frenzel und Fabian Rießle wie weggewischt. Nach einer fulminanten Aufholjagd, mit der das Titelverteidiger-Duo im Teamsprint Bronze gewann, waren die Nordischen Kombinierer in der prächtig-sonnigen Winteridylle von Oberstdorf einfach nur glücklich. „Das fühlt sich an wie ’ne Goldene gerade“, sagte Rießle. Mit Rang drei nach einem Großschanzensprung und dem Lauf über 2x7,5 Kilometer verhinderte das hochdekorierte Duo ein sportliches Fiasko und betrieb zum Abschluss der Heim-WM Schadensbegrenzung.

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          Damit haben die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch in vier WM-Wettbewerben zwei Medaillen geholt und sind hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. „Wir wollten ein bisschen mehr haben, das gebe ich zu. Die Trauben hängen aber ziemlich hoch“, sagte Weinbuch im ZDF. Rekord-Weltmeister Frenzel, der im packenden Schlussspurt den Japaner Akito Watabe besiegte, sagte: „Da bin ich sehr, sehr glücklich, dass wir die Medaille noch geholt haben. Wir haben in den Lauf wieder alles reingelegt.“

          Gold ging an Österreich mit Einzel-Weltmeister Johannes Lamparter und Lukas Greiderer vor den Norwegern Jarl Magnus Riiber und Espen Andersen. Seit 2013 wird bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften ein Teamsprint ausgetragen. Das deutsche Duo, zu dem bei allen Auflagen stets Frenzel gehörte, war dabei immer auf dem Podest. Frenzel und Rießle hatten 2019 in Seefeld in Tirol noch den WM-Titel in dieser Disziplin gewonnen.

          Frenzels furioses Finale

          Nach Platz vier und einem deutlichen Rückstand im Springen in der Morgensonne hatte beim deutschen Team noch Ernüchterung geherrscht. „Wir haben uns natürlich schon etwas anderes erwartet. Wenn wir gut gesprungen wären, wären wir eine halbe Minute weiter vorn“, sagte Chefcoach Weinbuch, der die akuten Sprungprobleme auch mit dem neuen Ko-Trainer Heinz Kuttin nicht ausräumen konnte.

          Die Aufholjagd gelang mit viel Einsatz und Frenzels furiosem Finale. Für den 32 Jahre alten Weltklasse-Kombinierer war es bereits die 17. WM-Medaille. Bei den vier WM-Rennen im Allgäu war er zwar nicht mehr der Dominator früherer Tage, schnitt mit Silber und Bronze im Team und zwei vierten Plätzen im Einzel aber konstant gut ab.

          In der schneebedeckten Berglandschaft hatten Rießle und Frenzel nach mäßigen Sprüngen in der Loipe sofort attackiert. Auf den 1,5 Kilometer langen Runden wurde der Vorsprung des führenden Trios nur zunächst nicht geringer. Doch irgendwann ließen die Japaner immer mehr nach und mussten sich am Ende mit Rang vier begnügen. Die Wettbewerbe in der Heimat enden für die Kombinierer trotz der Glücksgefühle zum Abschluss mit der schlechtesten WM-Ausbeute seit 1999, als es gar keine deutsche Medaille in dieser Sparte gab.

          Im Teamwettbewerb gab es zwar Silber, aber gegen die überragenden Norweger reichte es wie im Teamsprint nicht. Vier Jahre nach dem Vierfachtriumph von Johannes Rydzek in Lahti ist der Norweger Riiber nun auch bei Großevents der stärkste Kombinierer. Auch Lamparter holte zweimal Gold. Die beiden Oberstdorfer Rydzek und Vinzenz Geiger, im Gesamtweltcup immerhin Zweiter, hatten sich mit großen Sprungschwächen für den Teamsprint erst gar nicht empfohlen.

          Deutsches Langlauf-Duo klar hinterher

          Die Langläuferinnen Laura Gimmler und Katharina Hennig haben den ersehnten Medaillencoup bei der Heim-WM in Oberstdorf verfehlt und auch kein Top-Resultat einfahren können. Die 24 Jahre alte Hennig, die nach starker Startphase bei einer Abfahrt gestürzt war, belegte am Samstag in ihrer Wahlheimat Rang 18 über die 30 Kilometer in der klassischen Technik. Gimmler landete klar vor ihr auf Platz zehn.

          Ihr viertes Gold bei dieser WM holte sich Therese Johaug aus Norwegen, die das Rennen mit einem riesigen Vorsprung von 2:34 Minuten vor Heidi Weng (Norwegen) und Frida Karlsson (Schweden) beendete. Vor genau einer Woche hatte Hennig im Skiathlon nur Rang 29 belegt und danach schwer mit den Emotionen gekämpft. Bei der Staffel am Donnerstag zeigte sich Deutschlands beste Langläuferin dann stark verbessert, am Ende stand für das Quartett von Peter Schlickenrieder Rang fünf. (dpa)

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