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Chaos im Eisschnelllauf : Rücktritt nach sieben Wochen

  • Aktualisiert am

Jenny Wolf: „Ich hatte mir die Strukturänderungen anders vorgestellt“. Bild: dpa

Die frühere Weltklasseathletin Jenny Wolf erklärt nach wenigen Wochen ihren Rücktritt als Cheftrainerin der Eisschnellläufer. Für den neuen Präsidenten Matthias Große ein Rückschlag, denn „Jenny war meine Wunschkandidatin“.

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          Nach nur wenigen Wochen im Amt hat Jenny Wolf überraschend ihren Rücktritt als Bundestrainerin der deutschen Eisschnellläufer erklärt. „Ich hatte mir die Strukturänderungen anders vorgestellt. Darum habe ich das Präsidium gebeten, meine neue Tätigkeit als DESG-Bundestrainerin nach dem 31.12.2020 nicht fortzuführen“, begründete die Olympia-Zweite am Freitag ihre überraschende Entscheidung.

          Sie wolle momentan über weitere Details ihres Entschlusses nicht sprechen, sagte die 41 Jahre alte Diplomtrainerin der Deutschen Presse-Agentur (dpa). An Wertschätzung habe es ihr nicht gefehlt, räumte Jenny Wolf ein. Kommissarisch wird nun der frühere Teamchef Helge Jasch die Funktion des Cheftrainers ausüben, bis eine neue Lösung gefunden ist.

          Die fünfmalige Sprintweltmeisterin Wolf hatte erst am 24. September das Amt in der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft angetreten. „Ich bedanke mich für das Vertrauen, dass mir Präsident Matthias Große und die anderen Vorstandsmitglieder entgegengebracht haben. Ich wünsche dem Verband, den Athletinnen und Athleten alles Gute, sportliche Erfolge und Medaillen für die Olympischen Spiele in Peking“, teilte Wolf dem Verband mit. Wie es für sie mit Beginn des neuen Jahres weitergehe, sei völlig offen, sagte Jenny Wolf. „Ich habe keinen langfristigen Plan B für die Zeit nach dem Ausstieg“, räumte sie ein.

          Noch bei Amtsantritt hatte sie von einer „Riesenherausforderung“ gesprochen und eine große Chance gesehen, „die Athleten wieder voranzubringen.“ Die gebürtige Berlinerin Wolf hatte den Niederländer Erik Bouwman im Amt abgelöst, den Präsident Große schon in seiner Zeit als kommissarischer Verbandschef ebenso beurlaubt hatte wie Sportdirektor Matthias Kulik.

          Matthias Große bedauerte die Entscheidung, zeigte aber auch Verständnis für den Schritt von Jenny Wolf. „Jenny war meine Wunschkandidatin. Ich finde es äußerst schade, dass sie den Weg unserer Konsolidierung und die längst überfällige Etablierung neuer belastbarer Strukturen innerhalb der DESG nicht mit uns gemeinsam weitergehen möchte“, sagte der DESG-Präsident. Er kündigte für den 18. Dezember ein Zwischenfazit seiner Amtszeit im Video-Channel auf der Homepage des Verbandes zu seinen Planungen und weiteren Veränderungen für 2021 an.

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