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Eishockey-WM : Auch zum Abschied eine Niederlage

  • Aktualisiert am

Geknickte Männer: Deutschlands Eishockeyspieler nach dem 4:5 gegen Amerika Bild: dpa

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zeigt eine gute Leistung gegen die Amerikaner, verabschiedet sich aber mit der fünften Niederlage nacheinander von der Eishockey-WM in Minsk.

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          Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihren Auftritt bei der WM 2014 mit dem schlechtesten Abschneiden seit fünf Jahren beendet. Ihr letztes Vorrundenspiel verlor die deutsche Auswahl am Dienstag trotz eines guten Spiels mit 4:5 (0:0,3:3,1:2) gegen die Vereinigten Staaten und kann damit maximal noch Rang 13 belegen.

          Auch die ersten WM-Tore des Kölners Alexander Weiß (24. Minute), des überragenden Toptalents Leon Draisaitl (36.) und Tobias Rieder (58.) sowie der Treffer von Routinier Kai Hospelt (31.) konnten die fünfte Niederlage im siebten WM-Spiel in Minsk nicht verhindern.

          Immer wieder kämpfte sich das Team von Bundestrainer Pat Cortina vor 11.845 Zuschauern zurück, am Ende war es ein Rückschlag zu viel. Justin Abdelkader (22./56.), Drew Shore (28.), Matt Donovan (33.) und Johnny Gaudreau (43.) trafen für den Olympia-Vierten.

          Deutschland fällt hinter Frankreich und Weißrussland zurück

          Vor fünf Jahren war die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) als 15. nur als Gastgeber der WM 2010 nicht abgestiegen. Der Rückschritt nun wirkt sich auch auf die Weltrangliste aus, die in zwei Jahren über die Olympia-Qualifikation 2018 entscheidet. Im Ranking werden die bisher als Elfte geführten Deutschen hinter die Viertelfinalteilnehmer Frankreich und Weißrussland fallen. 

          Fünfte Niederlage im siebten Spiel: Deutschland rutscht in der Rangliste ab
          Fünfte Niederlage im siebten Spiel: Deutschland rutscht in der Rangliste ab : Bild: AFP

          Einsatz und Moral stimmten, reichten aber auch gegen die Amerikaner nicht. Einen überragenden Eindruck hinterließ der hochgelobte 18-jährige Draisaitl, der zusammen mit den anderen Talenten Rieder, Marcel Noebels und Torhüter Philipp Grubauer Mut für die Zukunft macht.

          Videobeweis hüben wie drüben

          Pech hatten die Deutschen im ersten Drittel, als die Schiedsrichter das vermeintliche Führungstor der DEB-Auswahl nicht anerkannten. Yannick Seidenberg hatte den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor (5.) geschubst. Nach Videobeweis blieb ihm ein Tor in seinem 100. Länderspiel verwehrt.

          Das 4:3 der Amerikaner fiel kurios: Die Schiedsrichter hatten den eindeutigen Treffer von Gaudreau zunächst nicht erkannt. In der nächsten Spielunterbrechung nutzten sie dann den Videobeweis, um ihren Fehler zu revidieren.

          Schweiz raus, Finnland nicht

          Die Schweizer siegten am Abend 3:2 (2:0, 1:1, 0:1) gegen Lettland. Trotzdem scheiden die Eidgenossen genau wie die Letten aus. Stattdessen ist Finnland für das Viertelfinale qualifiziert.

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