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Zweite Eishockey-Liga : Wechselhafte Löwen

  • -Aktualisiert am

Ambitioniert in Frankfurt: Löwen-Angreifer Yannick Wenzel. Bild: Huebner

Einen Sieg und eine Niederlage gibt es in der DEL2 für das auf Platz zwei stehende Frankfurter Eishockey-Team um Stürmer Yannick Wenzel. Der sagt später: „Das sind Erfahrungen, und daraus können wir lernen.“

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          Ein Wochenende mit gegensätzlichen Spielen liegt hinter den Löwen Frankfurt. Am Freitag das Spitzenspiel, pandemiebedingt ohne Zuschauer, beim heimstärksten Team der DEL2, den Dresdner Eislöwen – verloren. Am Sonntag dann das Heimspiel vor 2558 Zuschauern in einer stimmungsvollen Eissporthalle gegen den Tabellenletzten aus Selb – gewonnen.

          Doch zurück zum Beginn des Wochenendes und zu Yannick Wenzel, der seit dieser Saison für die Löwen auf dem Eis steht und mit seiner früheren Mannschaft das Ziel erreicht hat, an dem die Löwen in dieser Saison arbeiten: den Aufstieg in die DEL. Vor der Saison kam Wenzel von den Bietigheim Steelers an den Main. Warum? „Ich wollte nicht auf der Tribüne sitzen und warten, bis sich jemand verletzt. Ich wollte spielen.“ Das tut er in Frankfurt regelmäßig. Wenzel steht zwar nicht ganz oben auf der Topscorerliste, aber wenn er auf dem Eis steht, arbeitet der 23-Jährige unermüdlich.

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          Am Freitag in Dresden trug er sich in die Liste der Torschützen ein. Die Löwen Frankfurt gingen tabellarisch leicht favorisiert in das Duell, doch im ersten Drittel gelang es keiner Mannschaft, vollends die Spielkontrolle zu übernehmen. Während die Löwen einige Chancen vergaben, verwerteten die Eislöwen einen gut vorgetragenen Angriff zur Führung.

          Die Frankfurter gingen aber nicht geschockt in das zweite Drittel, kamen zum Ausgleich durch das erste Tor in der DEL2 für Constantin Vogt und gingen durch Yannick Wenzel in Führung. Es überraschte, wie sich die Hessen im letzten Drittel geschlagen geben mussten. Liegt es an mangelnder Konzentration? „Wir haben uns vorgenommen, die Führung auszubauen, dann sind uns ärgerliche Fehler passiert. Das sind Erfahrungen, und daraus können wir lernen, damit uns das in den wichtigen Spielen nicht mehr passiert“, sagte Wenzel über den Einbruch.

          2:4 lautete der Endstand aus Sicht der Löwen, der auch offenlegte, welchen Weg die Mannschaft von Trainer Bo Subr noch vor sich hat, bis es zu eben jenen wichtigen Spielen kommt – den Play-offs. Punkten die Löwen bereits konstant gegen die Mannschaften aus mittleren und niederen Tabellenregionen, stechen gerade die Niederlagen gegen Bad Nauheim, Dresden und Ravensburg hervor. Diese belegen Platz eins, drei und vier. Die Löwen stehen auf dem zweiten Rang. „In diesen Spielen treffen sich immer zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Wir werden jetzt alles geben, um die Rückspiele zu gewinnen“, sagte der Stürmer Yannick Wenzel.

          Am Sonntag zeigten die Löwen vor heimischem Publikum abermals, wie dominant und offensiv versiert sie gegen Mannschaften auftreten können, die weniger Qualität in ihren eigenen Reihen haben. Von Beginn an wurde der auf Grund einer vorangegangenen Corona-Quarantäne stark reduzierte Kader des Tabellenletzten aus Selb unter Druck gesetzt – und folgerichtig erzielten die Löwen auch das erste Tor. Vom überraschenden Ausgleich, die Konterabsicherung der Hessen funktionierte in dieser Szene nicht, ließen sich die Löwen nicht verunsichern und hielten den Offensivdruck weiter aufrecht. Selb sollte an diesem Abend keine Chance mehr erhalten, zurück in die Partie zu kommen.

          „Wir wollten heute zurück in die Spur kommen, deshalb ist es ein wichtiger Sieg für uns“, sagte Wenzel nach dem 4:1. Nichtsdestotrotz hat das Wochenende den Löwen vor Augen geführt, dass noch an der richtigen Augenhöhe gearbeitet werden muss, um den Aufstieg in die oberste Spielklasse zu realisieren.

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