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Eishockeytrainer Söderholm : Auch der Impfstatus ist entscheidend

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Toni Söderholm hält sich seine Zukunft weiter offen. Bild: AP

Vor dem Deutschland-Cup steht Eishockey-Nationaltrainer Söderholm vor einem großen Personal-Puzzle. „Sie müssen alle irgendwo reinpassen“ sagt er über die 53 Spieler, aus denen er ein Team bilden will.

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          Leon Draisaitl? Keine Frage. Philipp Grubauer? Natürlich. Moritz Seider? Auf jeden Fall. Wenn Toni Söderholm, Trainer der Eishockey-Nationalmannschaft, im Kopf seine Mannschaft für die Olympischen Spiele durchgeht, sind die deutschen NHL-Spieler feste Größen. Auch Routiniers vergangener Weltmeisterschaften wie Kapitän Moritz Müller oder Korbinian Holzer sind gesetzt. Doch ein paar Plätze für die Olympischen Winterspiele in Peking sind noch offen.

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          „Man hat gewisse Puzzleteile, sie müssen alle irgendwo reinpassen“, sagte der Finne im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst. Ab Donnerstag geht die Sichtung für Olympia in die letzte Runde. Beim Deutschland Cup in Krefeld schaut Söderholm genau hin: Wer passt zu wem? Wer macht was? Kurzfristig verzichten muss Söderholm dabei auf Moritz Müller von den Kölner Haien und Dominik Kahun, der mittlerweile für den SC Bern auf dem Eis steht. Beide sagten ihre Teilnahme ab.

          Denn es geht nicht um die besten Einzelspieler, sondern um die beste Mannschaft. „Nur dass ein Spieler in der NHL spielt, heißt nicht automatisch, dass er im Kader ist“, betonte Söderholm vor dem Auftakt am Donnerstag (19.45 Uhr live bei MagentaSport) gegen Russland: „Es muss eine passende Rolle für ihn geben. Wenn jeder seine Rolle ausfüllt, ist vieles möglich für uns." Wie bei der WM im Mai, als die deutsche Mannschaft ins Halbfinale stürmte. Oder bei Olympia 2018, als sie ohne ihre starken Stützen aus der NHL überraschenderweise die Silbermedaille gewann.

          Schwieriges Olympia-Puzzle

          Bei den Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) sind die Besten wieder dabei und die Voraussetzungen gänzlich anders als 2018 in Pyeongchang. Dennoch traut Söderholm seinem Team Ähnliches zu: „Es gab schon größere Überraschungen im Eishockey." Der Finne ist überzeugt, dass mit Superstar Draisaitl und Co. in China die beste deutsche Mannschaft der Geschichte auf dem Eis stehen wird: „Ja, das würde ich unterstreichen."

          Doch bis dahin hat der Bundestrainer noch die Qual der Wahl. 53 Spieler sind vorläufig gemeldet, „wir müssen aus zwei Mannschaften eine machen." Die „Auswahl an Spielern, die auf internationaler Ebene einen Unterschied machen können“, sei größer geworden. Achten muss Söderholm bei seinem Olympia-Puzzle aber nicht nur auf sportliche Kriterien. Denn auch der Impfstatus ist entscheidend.

          „Aus sportlicher Sicht ist eine Quarantäne für Ungeimpfte, die vom olympischen Organisationskomitee auf 21 Tage festgelegt wurde, nicht praktikabel“, sagte Sportdirektor Christian Künast dem SID: „Eine Alternative ist derzeit nicht absehbar." Heißt: Wer nicht geimpft ist, fliegt nicht mit. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat die Spieler darauf hingewiesen und für eine Impfung geworben. Wie viele Kandidaten – und wer – diese Voraussetzung nicht erfüllen, will der Verband mit Verweis auf den Datenschutz nicht sagen.

          Völlig offen ist noch, was Söderholm nach Olympia und der folgenden WM in Finnland (13. bis 29. Mai 2022) machen wird. Sein Vertrag läuft aus. Im September hospitierte er bei den Florida Panthers, die NHL reizt ihn, daraus macht er kein Geheimnis. „Die Frage stellt sich bei mir: Will ich bei der Nationalmannschaft bleiben, oder will ich eher in den Alltag als Vereinstrainer?", sagte er. Nach dem Viertelfinale bei der WM 2019 und dem Halbfinale in diesem Jahr sieht er beim DEB-Team noch weiteres Potenzial: „Deutschland hat bei weitem noch nicht das Maximum erreicht."

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