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Eishockey-Nationalteam : Kein Happy End beim Deutschland-Cup

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Grund der Niederlage: Mathias Niederberger muss den Puck zum 2:3 Endstand in sein Tor lassen. Bild: dpa

Nach einer 2:0-Führung hat das deutsche Eishockey-Team den Titel beim Deutschland Cup doch noch verpasst. Der Verband nutzte die positiven Eindrücke für eine klare Forderung an die Liga.

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          Am Ende eines WM-Tests mit einem Aufreger-Thema und hoffnungsvollen Auftritten hat das deutsche Eishockey-Nationalteam das Happy End verpasst. Beim 2:3 (1:0, 1:1, 0:1) nach Verlängerung gegen die Slowakei verspielte das unerfahrene Team von Bundestrainer Toni Söderholm den möglichen erstmaligen Titelgewinn beim Deutschland Cup seit 2015. Der Gastgeber gab ein 2:0 aus der Hand und musste kurz vor Schluss den Ausgleich hinnehmen - ein Sieg nach regulärer Spielzeit hätte den Turniersieg bedeutet.

          Das Traditionsturnier schloss die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds auf dem zweiten Platz ab und damit so gut wie seit vier Jahren nicht mehr. Den Turniersieg feierte die Schweiz.

          Dennoch bewiesen die Söderholm-Schützlinge, dass auch die Spieler aus der zweiten Reihe international mithalten können. Sportdirektor Stefan Schaidnagel hatte auch die ansprechenden Leistungen zum Anlass für die klare Forderung an die Liga genommen, die Zahl der erlaubten Ausländerstellen zu verringern.

          „Eishockey mit Leidenschaft“

          Gegen die Slowaken - im dritten Spiel seit Donnerstagabend - war dem deutschen Team die Belastung anzumerken. Andreas Eder glänzte mit einem Doppelpack und einer feinen Einzelleistung (7./29. Minute). Für die Slowaken waren Matus Sukel (32.) und Filip Krivosik (56.) erfolgreich - beim Ausgleich sah der zuvor überzeugende Torhüter Mathias Niederberger etwas unglücklich aus. Auch diese Partie blieb wie alle deutschen Aufritte bis zum Schluss spannend - in der Overtime sorgte Peter Zuzin (63.) für die Entscheidung.

          Für Söderholm stand an erster Stelle, wie sich sein Team ohne zahlreiche eigentlich gesetzte Spieler auf dem Weg zur Weltmeisterschaft im kommenden Mai präsentiert. „Wir haben Eishockey mit Leidenschaft gespielt“, bilanzierte der Finne schon vor dem abschließenden Spiel. „Viele von meinen Erwartungen sind erfüllt.“

          Schon durch das 4:3 gegen Russland und das 3:4 nach Verlängerung in letzter Sekunde gegen die Schweiz hatte der Coach die Erkenntnis gewonnen, dass sich der Konkurrenzdruck für den WM-Kader erhöht hat. Gegen die ebenfalls mit B-Teams angetretenen Gegner spielten sich auch Rückkehrer Daniel Pietta (32) und Debütant Daniel Fischbuch (26) in den Fokus. Turnier-Kapitän Marco Nowak rühmte Söderholm zudem als „offene Persönlichkeit“ und „hoch geschätzten Teamkollegen“.

          Die positive Entwicklung im deutschen Eishockey soll jetzt vergoldet werden - und dafür sieht der Verband die Liga in der Pflicht. „Wir müssen uns überlegen: Wollen wir uns für die Anstrengungen der letzten Jahre belohnen? Dann müssen wir uns zusammen bekennen“, sagte der Stratege Schaidnagel. Eine weiter beschränkte Zahl der ausländischen Profis sei „die logische Konsequenz“ des jüngsten Aufschwungs. „Meiner Meinung nach darf keine Zeit verloren werden. Um dieses Thema müssen wir nun miteinander ringen. Gerade diese Mannschaft hat gezeigt, dass man dieses Thema sofort angehen muss.“

          Über die Regelung entscheidet jedoch die Liga - und die positioniert sich dagegen. Das sei momentan kein Thema, bestätigte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Sonntag. Derzeit dürfen elf ausländische Profis im Kader stehen, neun in einem Spiel eingesetzt werden. Der Plan des DEB ist, dass das Kontingent bis 2026 „mindestens auf sechs“ verringert wird. In sieben Jahren soll Deutschland Deutschland dauerhaft ein Anwärter auf WM-Medaillen sein. Die DEL argumentiert, deutsche Spieler seien zu teurer, die Topclubs Mannheim und München verpflichten die besten, und die Kluft zwischen den finanzstarken und den Clubs mit kleineren Etats wächst.

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