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Eishockey : Iserlohn und Düsseldorf hoffen auf Nachbarschaftsduell

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Enges Ding: Auch zwischen Iserlohn und Ingolstadt entscheidet das siebte Spiel Bild: dpa

Wer folgt Mannheim und Wolfsburg ins Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga? Die Außenseiter Düsseldorf und Iserlohn sehen sich nach ihren Heimsiegen im Vorteil und hoffen am Dienstag (19.30 Uhr) auf das NRW-Duell in der nächsten Runde. Meister Ingolstadt wirkt demoralisiert.

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          Mit der Aussicht auf das emotionale West-Nachbarschaftsduell im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga fühlen sich die Düsseldorfer EG und die Iserlohn Roosters im Viertelfinal-Showdown im Vorteil. Mit ihren begeisternden Heimsiegen vom Sonntag im Rücken wollen beide Traditionsclubs den psychologischen Vorteil nutzen und im jeweils entscheidenden siebten Playoff-Spiel am Dienstag (19.30 Uhr/Konferenz auf Servus TV und F.A.Z.-Liveticker) alles klar machen. „Heute war der unbedingte Wille für das siebte Spiel vorhanden. Wir haben uns gesagt, dass wir nicht aufhören, bis wir gewonnen haben“, meinte Düsseldorfs Siegtorschütze Alexander Preibisch zum 4:3 am Sonntag gegen die Hamburg Freezers.

          Die Norddeutschen verpassten es ebenso wie Meister ERC Ingolstadt, den entscheidenden vierten Sieg in den „Best-of-seven“-Serien auswärts zu erzielen. „So ist es in dieser Serie. Mal war die DEG besser, mal wir. Jetzt kommt es zu einem echten Endspiel“, sagte der zerknirschte Freezers-Coach Serge Aubin, der trotz einer Spieldauer-Disziplinarstrafe auf Kapitän Christoph Schubert im finalen Duell zurückgreifen kann. Der DEL-Disziplinarausschuss sah von weiteren Sanktionen gegen den Verteidiger ab.

          Frustriert waren vor allem die Ingolstädter nach der 2:6-Klatsche in Iserlohn. „Jetzt haben wir noch ein Spiel. Aber wenn wir nicht anfangen, besser defensiv zu spielen, dann wird es eng“, meinte ERC-Keeper Timo Pielmeier. Von Zuversicht für Spiel sieben am Dienstag war kaum etwas zu spüren beim Titelverteidiger. „Wir brauchen eine brutale Leistungssteigerung bis Dienstag“, stöhnte auch Nationalverteidiger Benedikt Kohl. Nun steht es in der Serie 3:3 nach Siegen - wie auch zwischen Hamburg und Düsseldorf.

          „Und am Dienstag werfen wir Euch raus“

          „Diese enge Serie hat für beide Seiten das siebte Spiel verdient“, meinte der aufgewühlte DEG-Coach Christof Kreutzer, der als Spieler mit seinem Club in den 1990er Jahren fünfmal Meister geworden war. Stimmungsmäßig war es beim verdienten Sieg der DEG im ungeliebten ISS-Dome an der Stadtgrenze ähnlich wie damals an der Brehmstraße. Angepeitscht von über 10.000 Zuschauern war die DEG gegen dezimierte Hamburger von Beginn an klar überlegen. Dass es am Ende so knapp war, lag einzig an der mangelhaften Chancenverwertung der Düsseldorfer.

          „Das Publikum hat uns heute sehr geholfen. Respekt dafür. Ich weiß nicht, wer das mal erfunden hat, dass es im Dome keine Stimmung geben kann. Das war grandios heute und das haben wir gebraucht“, sagte Kreutzer, den im einen möglichen Halbfinale gegen Iserlohn wohl eine noch imposantere Kulisse erwarten würde.

          Auch beim NRW-Rivalen im Sauerland feierte das Publikum wieder frenetisch den Sieg gegen Ingolstadt. „Und am Dienstag werfen wir euch raus“, sang der euphorisierte Großteil der knapp 5000 Fans.

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