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Eishockey-Finale : Berliner Siegtreffer 31 Sekunden vor der Sirene

  • Aktualisiert am

Eisbären unter sich: Berlin schlägt Köln Bild: dpa

Die Eisbären Berlin sind nur noch einen Sieg von ihrer dritten Eishockey-Meisterschaft entfernt. Der Pokalsieger gewann vor eigener Kulisse denkbar knapp mit 4:3 Toren gegen die Kölner Haie und liegt im Playoff-Finale nun 2:1 vorne.

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          Die Eisbären Berlin sind nach einer dramatischen Schlussphase nur noch einen Sieg von ihrer dritten deutschen Eishockey-Meisterschaft entfernt. Der Pokalsieger gewann am Freitag mit 4:3 (2:0, 0:2, 2:1) Toren gegen die Kölner Haie und ging im Playoff-Finale 2:1 in Führung. Mit einem weiteren Erfolg am Sonntag (14.30 Uhr im FAZ.NET-Liveticker) in Köln wäre das erste Double für die Eisbären perfekt, die 2005 und 2006 Meister waren.

          Die Haie müssen unbedingt gewinnen, um ein entscheidendes fünftes Spiel am Dienstag in Berlin zu erzwingen. Der achtmalige Meister vom Rhein war vor eigener Kulisse zuletzt zwölf Mal in Folge siegreich.

          „Wir fahren nun mit breiter Brust nach Köln und wollen natürlich gewinnen. Aber die beiden Mannschaften sind sehr ausgeglichen“, sagte Routinier Sven Felski. Und Kölns Trainer Doug Mason sagte: „Es war hektisch in den letzten zwei Minuten. Wir haben nicht gut angefangen und hatten ein tolles Schlussdrittel. Aber durch zwei Bully-Situationen haben wir das Spiel verloren.“

          Vier Gegentore für Kölns Goalie Robert Müller

          2:0-Führung für die Eisbären nach dem ersten Drittel

          Kapitän Steve Walker schoss 31 Sekunden vor Schluss den Berliner Sieg heraus, nur 15 Sekunden zuvor hatte Stéphane Julien mit seinem zweiten Tor des Abends bei 6:4-Überzahl ausgeglichen. Felski hatte in der 57. Minute zum 3:2 für die Eisbären getroffen. André Rankel (10.) und ein Eigentor von Kölns Routinier Andreas Renz (16.) bescherten den Berlinern eine 2:0-Führung nach dem ersten Abschnitt. Bryan Adams (33.) und Julien (39.) glichen vor dem Schlussdrittel aus, wo die Haie zunächst die besseren Chancen hatten.

          Eisbären-Trainer Don Jackson musste seinen gesperrten Playoff- Topscorer Nathan Robinson ersetzen und stellte dafür Rankel als Mittelstürmer in die Paradereihe mit den am Knie angeschlagenen Stars Steve Walker und Denis Pederson. Der Nationalspieler sorgte für die Führung, als er sich gegen den Norweger Mats Trygg durchsetzte und durch die Beine von Kölns Auswahlkeeper Robert Müller traf.

          Dort rutschte der Puck auch wenig später durch: Felski bugsierte die Scheibe in seinem 700. DEL-Spiel mit nur einer Hand am Schläger an den Pfosten, den Abpraller drückte Renz hart bedrängt von Constantin Braun unglücklich über die eigene Linie. Kurz zuvor hatte Florian Busch schon die Chance zum 2:0. Busch war vom Rummel um seine verweigerte Dopingprobe nichts anzumerken (Siehe: Kommentar: Pardon, kein Pardon für Busch).

          Walker abermals der Berliner Matchwinner

          Bedingt durch Kölner Strafzeiten blieben die Hausherren auch im zweiten Abschnitt am Drücker und beschäftigten Müller. Die erste Zwei-Tore-Führung einer Mannschaft während der Finalserie konnten die Eisbären aber nicht ausbauen - im Gegenteil: Als Schlussmann Rob Zepp einen harmlosen Schuss von Trygg abprallen ließ, staubte Adams ab. Damit kippte die Partie urplötzlich, sechs Minuten später legte Adams sogar zum Ausgleich durch Julien vor.

          Wie beim Berliner 3:2 nach Verlängerung am vorigen Sonntag und dem Kölner 2:1 am Dienstag bekamen die Zuschauer abermals viel Spannung geboten. Erst Walker erlöste die 4695 Fans im Wellblechpalast, wo es das möglicherweise letzte Spiel vor dem Umzug der Eisbären gab. Der Kapitän war damit wie in der ersten Partie der Matchwinner.

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