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Deutschland Cup : Ohne Fans aufs Eis

Für Deutschland beim „Deutschland Cup“ auf dem Eis: NHL-Profi Korbinian Holzer Bild: dpa

Nur mit drei Mannschaften und ohne Zuschauer auf den Rängen wird in Krefeld der „Deutschland Cup“ stattfinden. Eishockey-Nationaltrainer Toni Söderholm gibt sein Aufgebot bekannt.

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          Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hält an seinem Vorhaben fest, vom 5. bis 8. November den „Deutschland Cup“ in Krefeld zu veranstalten. Bundestrainer Toni Söderholm gab am Mittwoch sein Aufgebot für das Turnier bekannt, das in der Vergangenheit regelmäßig als Vier-Nationen-Wettbewerb stattfand; wegen der Corona-Pandemie hatten zuletzt die Verbände aus der Schweiz, Russland, Norwegen sowie der Slowakei ihre Einladungen ausgeschlagen und das Fernbleiben bei der Traditionsveranstaltung jeweils mit der Fürsorgepflicht für ihre Spieler begründet.

          Neben der deutschen Nationalmannschaft und der Auswahl des kommenden WM-Gastgebers Lettland wird nun das sogenannte „Top Team Peking“ des DEB antreten, das von Söderholm im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 zusammengestellt wurde. Zuschauer sind in der Arena in der niederrheinischen Stadt, in der aktuell der Inzidenzwert über 100 liegt, aus Sicherheitsgründen keine zugelassen. „Ich bin unwahrscheinlich froh, dass es jetzt wieder losgeht“, sagte Söderholm. Der Finne, der Anfang 2019 als Nachfolger von Marco Sturm die Geschicke beim DEB übernahm, nominierte insgesamt fast fünfzig Profis für die ersten Länderspiele seit zwölf Monaten.

          Ob und wie es in der Deutschen Eishockey Liga demnächst weitergeht, ist vor dem Hintergrund finanzieller Unwägbarkeiten weiter nicht absehbar. „Es geht auch um die Außendarstellung des deutschen Eishockeys“, stellte Söderholm fest. Der 42-Jährige wird in die Vorbereitung auf das Turnier unter anderem einen Sportpsychologen einbeziehen. „Es ist wichtig, dass wir einen mentalen Switch machen und dass alle im Eishockey zusammenstehen“, sagte Söderholm. Nach Angaben von Franz Reindl bedeuten die fehlenden Ticketeinnahmen beim Deutschland Cup einen Verlust im sechsstelligen Bereich. Dieses Defizit nehme der Verband aber in Kauf: „Wichtiger als das Wirtschaftliche ist die sportliche Präsenz“, betonte der Präsident des DEB.

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