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Vierschanzentournee : Dritter Sieg für Polen Stoch - Freitag wird untersucht

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Überflieger: Kamil Stoch gewinnt auch am Bergisel Bild: AP

Kamil Stoch macht Sven Hannawald dessen Alleinstellung streitig. Nach dem Deutschen vor anderthalb Jahrzehnten könnte nun der Pole die Tournee mit Siegen bei allen Springen gewinnen. In Innsbruck profitiert er von Richard Freitags Sturz.

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          Der polnische Titelverteidiger Kamil Stoch darf bei der Vierschanzentournee auf die Wiederholung des Vierfachsieges von Sven Hannawald hoffen. Etwa eine Stunde, nachdem sein Rivale Richard Freitag nach einem Sprung auf 130 Meter gestürzt war, gewann der Olympiasieger am Donnerstag in Innsbruck mit Versuchen auf 130 und 128,5 Meter deutlich vor der Konkurrenz. Den zweiten Platz belegte der Norweger Daniel Andre Tande, das Podest auf Rang drei komplettierte Andreas Wellinger mit Sprüngen auf 133 und 126 Meter. Freitag trat zum zweiten Durchgang wegen starker Schmerzen nicht mehr an.

          Der Gesamtweltcup-Führende wird nach seinem Sturz beim dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck in einer Klinik untersucht. Der 26-jährige Deutsche wurde am Donnerstag noch während des zweiten Durchgangs von der Bergisel-Schanze ins Krankenhaus gebracht. Freitag soll an der linken Seite seiner Hüfte verletzt sein. Er habe „sehr starke Schmerzen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster im ZDF. Wie schwer sich Freitag verletzte und ob er am Samstag beim Abschlussspringen in Bischofshofen (16.00 Uhr/ARD/Eurosport) starten kann, war zunächst unklar.

          Wellinger Dritter, Österreicher schwach

          Die Deutschen erzielten auch ohne ihren Gesamtweltcup-Führenden ein starkes Teamergebnis. Hinter Wellinger landeten auch Markus Eisenbichler (8.), Stephan Leyhe (9.) und Karl Geiger (12.) in der erweiterten Weltspitze. Der Sieg bei der Tournee ist Stoch kaum noch zu nehmen, sein Polster auf alle Rivalen ist nach dem Ausfall von Freitag riesig.

          Für die Österreicher lief es ähnlich schlecht wie in Garmisch-Partenkirchen vor drei Tagen. Doppel-Weltmeister Stefan Kraft kam nicht über Rang 24 hinaus, Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer schaffte es erst gar nicht in den zweiten Durchgang.

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