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Deutsche Skispringer : „Definitiv nicht gut genug“

  • Aktualisiert am

Nicht zufrieden: Richard Freitag in Klingenthal Bild: dpa

In Klingenthal erwischen die deutschen Skispringer bei komplizierten Bedingungen einen ganz schlechten Tag. Der Bundestrainer sucht danach keine Ausreden.

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          Große Enttäuschung statt Aufbruchssignal: Die deutschen Skispringer kommen weiter nicht in Schwung und haben sich beim Heim-Weltcup in Klingenthal kein neues Selbstvertrauen geholt – im Gegenteil. Bei komplizierten und wechselnden Windbedingungen belegten Markus Eisenbichler, Constantin Schmid, Richard Freitag und Karl Geiger im Mannschaftsspringen nur den sechsten Platz. Der Rückstand auf die siegreichen Polen betrug am Samstag umgerechnet rund 84 Meter. Rang zwei ging an das Quartett aus Österreich vor Japan.

          „Die Leistung war nicht gut genug heute – definitiv“, sagte der enttäuschte Bundestrainer Stefan Horngacher. „Wir hatten heute nur drei Sprünge, die annähernd okay waren, und das ist zu wenig.“ Horngacher sprach von einem „Schritt rückwärts“ und wollte das Resultat nicht auf die Bedingungen schieben, obwohl sein Team gerade im ersten Durchgang auch Pech hatte. „Heute waren einfach die Sprünge zu schlecht, es war nicht nur der Wind, der hier eine Rolle gespielt hat“, sagte er.

          Keine zehn Monate nach dem souveränen WM-Titel für die Mannschaft des Deutschen Skiverbands im österreichischen Seefeld lagen die DSV-Adler in Sachsen schon früh abgeschlagen zurück. „Im Team wäre es schön, wenn ich meinen besten Sprung machen kann, und das ist mir nicht gelungen“, sagte Schmid. Bester Deutscher Springer war wieder der Oberstdorfer Karl Geiger, der 133 und 131,5 Meter weit sprang. Der 26-Jährige ist derzeit der einzige Deutsche auf konstant hohem Niveau.

          Eisenbichler ließ nach einem Sprung auf nur 117 Meter im ersten Durchgang, im zweiten Versuch sein Potenzial aufblitzen. Nach seinem Satz auf 131,5 Meter wirkte er halbwegs zufrieden, winkte im Auslauf in die Kamera und sagte in der ARD: „Das war schon besser, auch wenn es immer noch nicht optimal ist. Wenn die Bedingungen passen, komme ich auch ins Gleiten.“ Mit Bezug auf das große Wind-Pech im ersten Versuch sagte der 28-Jährige: „Ich bin mit ein bisschen Wut im Bauch da runter gehüpft.“

          Vor dem Männer-Wettkampf hatte Katharina Althaus den deutschen Frauen im dritten Springen des Winters den ersten Podestplatz beschert. Die 23 Jahre alte Oberstdorferin sprang 131,5 Meter weit und musste sich damit als Dritte nur der österreichischen Siegerin Chiara Hölzl und der zweitplatzierten Slowenin Ema Klinec geschlagen geben.

          Wegen teilweise heftiger Böen war der erste Durchgang der Frauen zunächst verschoben worden. Nachdem jede Sportlerin einmal gesprungen war, entschied sich die Jury, keinen zweiten Durchgang mehr zu starten. Es ist das erste Mal, dass die Frauen und die Männer gemeinsam an einem Ort einen Weltcup in Deutschland bestreiten.

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