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Biathlon : Der harte Kampf gegen die Altlasten

Sie laufen und schießen wieder – aber die Biathleten müssen auch noch einiges aufarbeiten. Bild: dpa

Die neue Führung des Internationalen Biathlonverbands legt ein forsches Tempo vor beim Versuch, Vertrauen zurück zu gewinnen. Doch so einfach ist die Sache nicht.

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          Jetzt laufen und schießen sie wieder, die Biathleten. Saisonauftakt auf der Pokljuka, jener schön gelegenen Hochebene in Slowenien, wo dem Winter mit Kunstschnee noch nachgeholfen werden muss. Beim Prolog zum ersten Weltcup 2018/19 sind am Sonntag auch die Tribünen noch keiner allzu großen Belastung ausgesetzt. Alles überschaubar – gar nicht so schlecht für einen behutsamen Einstieg, zumal in den Mixed-Wettbewerben. Aber natürlich ärgert man sich, wenn man – wie Erik Lesser – in die Strafrunde muss und dann der fehlerfreien Partnerin Franziska Hildebrand mit Platz acht den Einstieg vermasselt. Oder wie der deutsche Nachwuchsmann Philipp Horn, der in der Mixed-Staffel zweimal in die Runde muss. Was am Ende dazu führt, dass das deutsche Quartett mit Vanessa Hinz, Denise Herrmann und Schlussläufer Benedikt Doll in die Saison mit Rang sieben einsteigt, Aber schließlich ist alles wieder neu.

          Was noch viel mehr für die Internationale Biathlon-Union (IBU) gilt, die mächtig in Turbulenzen gekommen war und jetzt mit neuer Führung Wege aus der Krise sucht. Auch wenn sich Olle Dahlin, der neue Präsident, gerade von einem Beinbruch erholt und deshalb nicht in Pokljuka sein kann. Der 63 Jahre alte Schwede war unter seinem schwer belasteten Vorgänger Anders Besseberg erster Vizepräsident. Deshalb hält ihn nicht jeder für geeignet, den Verband aus seiner tiefsten Krise zu führen. Andererseits hat Dahlin seit seiner Wahl im September mit 39 von 51 Stimmen eine ganze Menge auf den Weg gebracht. Fast könnte man von Aktionismus sprechen, aber im Bemühen, das verloren gegangene Vertrauen wieder zu erlangen, sind positive Signale zunächst das einzige Mittel, um Entschlossenheit zu demonstrieren.

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