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Löwen im Dauerstress : Eine Krise oder leichtes Schlingern?

  • -Aktualisiert am

Die Löwen wollen wieder erfolgreicher sein als zuletzt. Bild: Picture-Alliance

Die Löwen verlieren in Ravensburg und können sich kaum ausruhen. Nun kommt Freiburg, doch einen „Pflichtsieg“ sieht Sportdirektor Fritzmeier nicht. Besonders die Defensive muss stabilisiert werden.

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          2:3 – und das auch noch gegen die aktuell zweitplatzierten Towerstars aus Ravensburg: Am Dienstag haben die Löwen Frankfurt ihr Auswärtsspiel der Zweiten Deutschen Eishockey Liga (DEL2) trotz Dominanz zu Spielbeginn verloren. Viel Zeit zur Regeneration haben die Löwen nicht: Am Freitag und Sonntag stehen gegen den EHC Freiburg und die Heilbronner Falken schon die nächsten Spiele auf dem Plan.

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          Siege sollen her, sonst ginge die Tabellenführung höchstwahrscheinlich verloren. Aktuell stehen die Löwen (24 Punkte) mit den Towers punktgleich da. Aber das so erfolgreich gestartete Team scheint nach den jüngsten Niederlagen etwas aus dem Tritt gekommen zu sein – eine erste kleine Krise?

          Löwen-Sportdirektor Franz-David Fritzmeier ist anderer Meinung: „Welche Krise? Die Niederlagen spielen überhaupt keine Rolle. Wir stehen auf Platz eins. Wir sind super in die Saison gestartet. Es ist alles normal.“ Die Krise will er sich nicht einreden lassen. Er hat zwar nicht ganz unrecht, da man nach wie vor oben steht. Die Niederlagen häufen sich aber derzeit. Drei der letzten vier Spiele gingen verloren.

          Eng getakteter Spielplan

          Nach sieben Siegen zum Auftakt der Saison schon ein größerer Makel, als es der Sportdirektor zugeben mag. Erst waren die Frankfurter den Bayreuth Tigers (1:5), dann dem EC Bad Nauheim im Hessenderby (2:3) und zuletzt den Ravensburgern unterlegen. Zwischendurch brachte ein Sieg gegen die viertplatzierten Eispiraten Crimmitschau (5:2) wieder Luft.

          Luft, die es im eng getakteten Spielplan der DEL2 kaum gibt. Die kommenden beiden Spiele sind bereits das vierte und fünfte der Löwen innerhalb von zehn Tagen. Am Freitagabend empfängt man in der Eissporthalle den Freiburger EHC. Ein Gegner, der aktuell im unteren Drittel der Tabelle (Platz 12) zu finden ist. Machbare Aufgabe? Sollte man meinen. Der EHC Freiburg ist ein Gegner, der zum letzten Mal am achten Spieltag – gegen die aktuell vier Tabellenplätze höher situierten Lausitzer Füchse – gewinnen konnte. Danach folgten zwei Niederlagen und am vergangenen Spieltag mit einem 0:5 bei den Kasseler Huskies die dritte in Folge.

          „Es gibt keine Pflichtsiege“

          Topscorer der Freiburger ist Offensivspieler Jordan George mit zwölf Scorerpunkten. Auf ihn gilt es für die Frankfurter Defensive und Goalie Jake Hildebrand, der bislang eine starke Saison spielt, besonders achtzugeben. Gegen die drittschwächste Defensive (44 Gegentore) der Liga sollte es dem Löwen-Forward Dylan Wruck – mit 15 Scorerpunkten hält er den Spitzenwert der Mannschaft – und seinen Kollegen in der Offensive (44 Tore) aber gelingen, den Puck mehr als einmal im Tor unterzubringen.

          Zudem: Das Hinspiel am ersten Spieltag gewann man in Freiburg 3:0. Allerdings konnten die Freiburger die Ravensburger Towerstars – anders als die Löwen am Dienstag – zu Beginn der Saison besiegen (5:1). Vorsicht ist also geboten. Dennoch möchte man meinen, dass gegen Freiburg ein Sieg Pflicht sei. „Pflichtsiege gibt es in der DEL2 nicht“, kommentiert Sportdirektor Fritzmeier.

          Das gilt auf jeden Fall für die Partie am Sonntag. Die Heilbronner Falken stehen mit Platz sieben viel besser da als der Freiburger EHC. Zwar geht die Heimmannschaft am Sonntagnachmittag wie die Löwen mit einer Niederlage im Gepäck – 0:2 gegen die Füchse – in die Partie. Trotzdem: Mit 44 Toren haben die Baden-Württemberger genauso viele Tore erzielt wie die Hessen. Die Defensivleistung (38 Gegentreffer) gehört aber sicher nicht zu den besten der Liga.

          Löwen-Coach Bohuslav Subr wird sich so seine Gedanken machen müssen: Zwei starke Offensiven stehen im direkten Vergleich und die Löwen, die mit 21 Gegentoren eigentlich die stabilste Defensive der Liga stellen, waren in letzter Zeit in der Abwehr anfällig. Auch Falken-Topscorer Jeremy Williams (18 Scorerpunkte) wird das registriert haben. Trotzdem: Noch sind die Löwen auf klarem Kurs Richtung Eliteklasse.

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