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Biathlon-Weltcup : Damen-Staffel erfolgreich im „Gefrierschrank“ von Canmore

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Pflaster im Gesicht gegen die Kälte: Der Biathlon-Weltcup in Canmore ist eine große Herausforderung für Franziska Hildebrand (links) und Co. Bild: AFP

Die deutschen Biathletinnen holen bei arktischer Kälte in Kanada den ersten Weltcupsieg seit über einem Jahr. Wegen extremer Kälte muss nun sogar ein Wettkampf verschoben werden.

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          Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier kämpfte sich dick eingepackt mit orangem Kopftuch durch die arktische Kälte im „Gefrierschrank“ von Canmore, Frauen-Disziplintrainer Kristian Mehringer fand‘s einfach nur „grenzwertig“ – doch aller Strapazen zum Trotz kamen die deutschen Biathletinnen in der Staffel bei minus 19 Grad in den kanadischen Rocky Mountains zu einer fast perfekten WM-Generalprobe und siegten trotz einer Strafrunde durch Dahlmeier letztlich souverän.

          „Die Teamleistung war super“, lobte Mehringer sein Quartett mit Vanessa Hinz, Franziska Hildebrand, Denise Herrmann und Dahlmeier in der ARD. Knapp über ein Jahr nach dem bislang letzten Staffel-Sieg in Ruhpolding distanzierten die Frauen des Deutschen Skiverbandes (DSV) nach insgesamt zwölf Nachladern die zweitplatzierten Norwegerinnen um 30,2 Sekunden, Rang drei ging an Frankreich.

          Trotz der eisigen Kälte entschied sich die Jury, die Wettbewerbe der Männer und Frauen zu starten. „Wir haben zu bedenken gegeben, dass man auf die Gesundheit der Sportlerinnen achten sollte“, sagte Frauen-Coach Mehringer. Laut der Wettkampfregeln des Weltverbandes IBU sind bei Lufttemperaturen von unter minus 20 Grad keine Weltcup-Starts erlaubt. Wegen schlechter Wetterprognosen entschieden sich die Organisatoren dazu, die für Samstag geplanten Sprints auf Sonntag zu verschieben (ab 20.20 Uhr MEZ).

          Schon in den Staffeln waren die extremen Bedingungen nur schwer zumutbar gewesen. „Ich fand es wirklich brutal kalt. Ich habe das ganze Rennen eigentlich meinen linken Daumen nicht gefühlt“, sagte Biathlet Roman Rees zuvor: „Es ist von der Temperatur an der Grenze. Viel kälter hätte es nicht sein dürfen.“ Bei Hinz flossen nach dem Rennen sogar Tränen ob der Strapazen in der Kälte. „Es ist sehr an der Grenze, bis dahin, dass man es hätte absagen müssen, weil es arschkalt ist“, sagte sie.

          Warm eingepackt mit dicken Handschuhen und Pflastern in den Gesichtern zum Schutz gegen die Kälte waren die Sportlerinnen auf die Strecke gegangen. Startläuferin Hinz ließ sich von der Kälte nicht beirren und übergab nach nur einem Nachlader auf Rang zwei an Hildebrand, die ihre Staffel weiter in Tuchfühlung zum Podest hielt. Nach nur drei Nachladern und einer bärenstarken Laufleistung schickte Herrmann Schlussläuferin Dahlmeier gar mit drei Sekunden Vorsprung auf die Italienerinnen ins Rennen. Die siebenmalige Weltmeisterin machte es durch eine Strafrunde beim letzten Schießen noch einmal kurz spannend, brachte den Sieg aber souverän ins Ziel.

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