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Wegen Coronavirus : Alpiner Ski-Winter vorzeitig beendet

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Nach der Absage nur Zweite der Gesamtwertung: Mikaela Shiffrin aus den Vereinigten Staaten Bild: dpa

„Die einzig vertretbare Entscheidung“: Das Coronavirus hat die alpinen Skirennfahrer um ihre wenigen noch geplanten Rennen gebracht. Ein Norweger wird damit zum Gesamtchampion.

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          Normalerweise bereiten sich die Skirennfahrer Anfang März noch auf die letzten Höhepunkte des Winters vor – die globale Coronavirus-Krise hat die alpine Saison nun aber abrupt beendet. 12 Stunden nach der Absage der Damen-Rennen in Are hat der Weltverband Fis am Donnerstag auch die für das Wochenende geplanten letzten Wettkämpfe der Herren in Kranjska Gora gestrichen.

          Die Gesundheit und das Wohlergehen der Sportler und Betreuer habe Priorität, hieß es. Das in Cortina d'Ampezzo geplante Weltcup-Finale war als Vorsorgemaßnahme gegen Sars-CoV-2 im von der Epidemie heftig heimgesuchten Norditalien schon zuletzt abgesagt worden. In Kranjska Gora standen eigentlich noch ein Slalom und ein Riesenslalom an.

          Durch die Absage steht der Norweger Aleksander Aamodt Kilde als Sieger der Weltcup-Gesamtwertung fest. Er ist Nachfolger von dem vor der Saison zurückgetretenen Serienchampion Marcel Hirscher aus Österreich und der erste Speed-Spezialist seit einem Jahrzehnt, der sich im Kampf um die Große Kristallkugel gegen die Techniker durchsetzte.

          Der 27 Jahre alte Skandinavier gewann die begehrte Trophäe dank 54 Punkten Vorsprung auf den Franzosen Alexis Pinturault, der in diesem Winter die Kombinationswertung für sich entschied. Die Kleinen Kristallkugeln im Slalom und Riesenslalom holte Kildes Landsmann Henrik Kristoffersen. Bei den Damen hatte am Mittwochabend Federica Brignone von der Saisonabsage profitiert und als erste Italienerin die Gesamtwertung vor Mikaela Shiffrin (Vereinigte Staaten) für sich entschieden.

          Die Fis hatte lange an den drei Damenrennen im schwedischen Are und die zwei Herren-Events in Kranjska Gora festgehalten – letztlich aber zeichnete sich die Absage ab. „Das war die einzige noch vertretbare Entscheidung“, sagte der deutsche Alpin-Chef Wolfgang Maier der Deutschen Presse-Agentur und verwies auf die Situation im Weltsport mit Absagen von noch weitaus größeren Events als dem Ski-Weltcup.

          Für Aufsehen hatte am Mittwochabend eine Mitteilung der Fis gesorgt, wonach drei Menschen im Umfeld des Ski-Weltcups positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Diese hätten sich sowohl beim Herren-Weltcup in Kvitfjell in Norwegen als auch bei den Damen in Are aufgehalten, wohl aber keinen Kontakt zu Sportlern gehabt.

          Für die Athleten endet die Saison plötzlich, auch die normalerweise nach dem Weltcup anstehenden deutschen Meisterschaften, andere Events wie Zollmeisterschaften oder Skitests der Firmen fallen aus.

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