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Corona-Krise im Sport : Der Winter ist vorbei

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Sieger im verkürzten Gesamt-Weltcup der alpinen Skirennfahrer: Aleksander Aamodt Kilde Bild: EPA

Die alpine Saison beendet, die Skiflug-WM verschoben, das Biathlon-Finale gestrichen: Die Corona-Krise versetzt auch dem Wintersport einige Tiefschläge. Auch die Langläufer dürfen nur noch einmal starten.

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          Severin Freund brachte die gedrückte Stimmung im Skisprung-Lager auf den Punkt. „So wollten wir die Saison nicht beenden. Aber es sind verrückte Zeiten“, schrieb der frühere Weltmeister auf Facebook, kurz nachdem der Internationale Skiverband (Fis) das vorzeitige Ende der Saison verkündet hatte. Doch Freund war längst nicht allein: Auch die alpinen Skirennläufer und Biathleten traf die Corona-Krise an diesem Donnerstag hart.

          Vor allem bei den Skispringern war der Saison-Abbruch überfällig. Seit Tagen reisten Athleten und Funktionäre mit dem Zug quer durch Norwegen, von Oslo über Lillehammer zuletzt nach Trondheim. Medienberichten zufolge ist der kommende Fis-Renndirektor Sandro Pertile, ein Italiener, bereits unter Quarantäne gestellt.

          Trotzdem sollte am Abend in Trondheim gesprungen werden, am Wochenende dann in Vikersund. Doch dem schob nicht zuletzt die norwegische Regierung mit drastischen Maßnahmen einen Riegel vor. Auch die Skiflug-WM in Planica (19. bis 22. März) findet nicht statt, die Saison ist damit beendet. Die Weitenjagd in Slowenien soll in der kommenden Saison nachgeholt werden.

          Kraft gewinnt Gesamtweltcup

          Gewinner des Gesamtweltcups ist somit der Österreicher Stefan Kraft vor Karl Geiger (Oberstdorf), bei den Frauen geht die Kugel an Olympiasiegerin Maren Lundby aus Norwegen. Besonders bitter: Der Willinger Stephan Leyhe war am Mittwoch in Trondheim in der letztlich bedeutungslosen Qualifikation im letzten Sprung des Winters schwer gestürzt, es besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss.

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          Vorzeitig beendet ist der Winter auch für die alpinen Skirennläufer. Die für das Wochenende angesetzten Rennen im slowenischen Kranjska Gora wurden wegen der Pandemie ersatzlos gestrichen. Damit steht der Norweger Aleksander Aamodt Kilde als Nachfolger des zurückgetretenen Seriensiegers Marcel Hirscher als Gesamtweltcupsieger fest.

          „Die Gesundheit und Sicherheit der Athleten und aller anderen Teilnehmer sowie der Öffentlichkeit stehen an erster Stelle“, begründete die Fis ihre wenig überraschende Entscheidung. Bei den Frauen waren bereits am Mittwoch die letzten geplanten Rennen im schwedischen Are gestrichen worden.

          Abgesagt wurde auch das Weltcup-Finale der Biathleten am legendären Holmenkollen in Oslo. Wie die Verwaltung der der norwegischen Hauptstadt am Donnerstag mitteilte, werden die vom 20. bis 22. März angesetzten Wettbewerbe fristlos gestrichen. Die Rennen in Kontiolahti/Finnland an diesem Wochenende finden derzeit noch wie geplant statt und sind somit der Saisonabschluss.

          Weit entfernt in Kanada befindet sich derzeit ein Großteil der Skilangläufer, dort soll in Quebec am Wochenende der Weltcup wie geplant stattfinden. Die Wettkämpfe für den folgenden Dienstag in Minneapolis (USA) sowie beim Saisonfinale in Canmore/Kanada fallen dagegen aus. Ab Freitag dürfen Europäer nicht mehr in die Vereinten Staaten einreisen.

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