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Eisschnelllauf und Pechstein : Sie läuft und läuft und läuft

Claudia Pechstein Bild: AP

Bald wird Eisschnellläuferin Claudia Pechstein 48. Bisher entstand der Eindruck, der Frau falle nichts Besseres ein, als weiter Runden zu drehen. Doch womöglich treibt sie etwas anderes an.

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          Henne? Oder Ei? Was war zuerst da? Es ist die ganz große Frage der menschlichen Existenz. Natürlich auch im Sport. Es ist ja nun mal so: Wer eine Runde auf der Eisbahn gedreht hat – ist er am Ziel? Oder wieder am Anfang? Auch Leichtathleten kennen das Dilemma, müssen aber nicht diese vermaledeiten Schlittschuhe (Klappkufen!) von den Füßen fummeln. Sind so wahnsinnig unpraktisch auf dem Pflaster des Alltags und anderen nicht gefrorenen Flächen.

          Also lief Claudia Pechstein einfach weiter. Lief und lief und lief. Ach was: Läuft und läuft und läuft. Wird laufen und laufen und laufen. Rundherum und herum und herum. Ein Kreislauf ohne Anfang, ohne Ende. In drei Wochen wird sie 48 Jahre alt. Beeindruckend. Bisher, circa seit 1992, entstand der Eindruck, der Frau falle unter Umständen einfach nichts Besseres ein, als weiter Runden zu drehen. Aber so langsam wachsen die Zweifel, ob die These von der Einfallslosigkeit mit Blick auf jedweden Rest von Lebensgestaltung zu halten ist.

          Womöglich treibt Claudia Pechstein etwas ganz anderes an. Die Liebe, zum Beispiel. Oder etwas in der Richtung. Immerhin will ihr Lebensgefährte Matthias Große nun unbedingt Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft werden. Den Laden vor dem finanziellen Aus retten, wie der Unternehmer behauptet. Es gibt Leute, die nun fragen, was eigentlich zuerst da war: der Verband oder Claudia Pechstein? Und wer sich da eigentlich ein Ei legt.

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