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Eisschnelllaufen : Pechstein dominiert und holt sich den Rekord

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Auch mit 46 Jahren nicht zu stoppen: Claudia Pechstein. Bild: dpa

Claudia Pechstein siegt und siegt. Trotz Rückenproblemen kann der 46 Jahre alten Eisschnellläuferin keine Rivalin die nationalen Erfolge streitig machen. Mit 37 Titeln führt sie nun allein die Rangliste an.

          Claudia Pechstein hat ihr Titelkonto bei deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften auf 37 Erfolge aufgestockt. Am Sonntag gewann die 46 Jahre alte Berlinerin in Inzell auch die 5000 Meter in 7:08,94 Minuten sowie den Massenstartlauf. Schon tags zuvor hatte sie sich mit ihrem Erfolg über 3000 Meter zur alleinigen Rekordmeisterin gekrönt.

          „Es ist etwas Besonderes, wenn man Geschichte schreibt. Und das in meinem Alter. Den Rekord dürften nicht mehr viele übertreffen“, sagte Pechstein erfreut. Vor diesem Winter hatte die Hauptstädterin in der Rangliste mit der Erfurterin Gunda Niemann-Stirnemann noch gleichauf gelegen (je 34 Titel). Über 5000 Meter war es Pechsteins siebter Titel in Serie: Seit 2012 ist sie auf dieser Strecke bei nationalen Meisterschaften unbesiegt. Die 5000 Meter bezeichnete sie als einen „kontrollierten Lauf mit 34-Sekunden-Runden“. Dabei hatt sie in diesem Jahr eine schwierige Vorbereitung zu absolvieren. „OP im Mai, Thrombose, und vor drei Wochen konnte ich aufgrund der Rückenbeschwerden kaum laufen“, verriet sie in Inzell.

          Das männliche Pendant der fünfmalige Olympiasiegerin auf den langen Strecken ist Patrick Beckert, der sich am Sonntag in der sehr guter Zeit von 13:15,28 Minuten vor seinem Erfurter Vereinsgefährten Felix Maly durchsetzte, der sich in 13:22,84 Minuten gleichfalls für das Weltcupteam qualifizierte. Zuvor hatte Beckert schon über 1500 und 5000 Meter gewonnen und kommt nun auf 21 mal Meisterschafts-Gold. „Die Form stimmt. Ich bin voll im Plan“, sagte der Olympia-Siebte.

          Dreifache Meisterin wurde auch die Inzellerin Gabriele Hirschbichler, die nach den 1500 Metern und 500 Metern am Sonntag auch die 1000-Meter-Distanz in 1:16,34 Minuten zu ihren Gunsten entschied. Gut in Form zeigte sich auch ihr Vereinsgefährte Joel Dufter, der in sehr ansprechenden 1:08,47 Minuten seinen dritten Titel in Serie über 1000 Meter feierte. Der Olympia-Achte Nico Ihle aus Chemnitz wurde wegen Verlassens der Bahn in der Kurve disqualifiziert.

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