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Bob-WM : Lange auf Goldkurs - Höpfner gestürzt

  • Aktualisiert am

Fehlerfrei: Andre Lange und Kevin Kuske Bild: AP

Bob-Pilot André Lange liegt bei der WM im Zweier-Bob auf Goldkurs. Der Doppel-Olympiasieger belegt nach den ersten beiden Läufen in St. Moritz Platz eins. Matthias Höpfner stürzte nach einem Fahrfehler und wurde disqualifiziert.

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          Favorit André Lange auf Gold-Kurs, Matthias Höpfner nach einem Sturz disqualifiziert: Die deutschen Zweierbob-Piloten sind am Samstag mit Licht und Schatten in die Weltmeisterschaft in St. Moritz gestartet. Während der Oberhofer Lange als Erster nach den ersten beiden von vier Läufen beste Chancen auf den Titel besitzt, ist der Traum von einem Podestplatz für den Oberbärenburger Höpfner in der Schweiz geplatzt. Der Schlitten des Olympia-Fünften kippte nach einem eklatanten Fahrfehler im ersten Lauf um. Weil Anschieber Andreas Porth aus dem Bob stürzte, wurden die Sachsen gemäß Reglement ausgeschlossen. Beide blieben unverletzt.

          Den zweiten Platz hinter Lange belegt überraschend der Weltcup-Sechste Simone Bertazzo aus Italien, der 11/100 Sekunden Rückstand hat, vor dem Schweizer Ivo Rueegg (+ 32/100 Sekunden). Die Medaillen werden nach dem dritten und vierten Lauf am Sonntag (Start 9.00 Uhr) vergeben. „Ich bin froh, dass ich bei diesen Wetterbedingungen so gut herunter gekommen bin“, sagte Lange, der ebenso wie die Konkurrenten mit Schnee auf der Bahn zu kämpfen hatte. Anschieber Kuske erklärte im Zielraum: „Jetzt ist alles im Lot. Wir gehen sehr optimistisch in die letzten beiden Läufe.“

          „Komme mir vor wie ein Schuljunge“

          Lange fuhr in St. Moritz nicht mit seinem Standard-Schlitten, sondern mit dem baugleichen Modell, das eigentlich für den verletzt ausgefallenen Rene Spies bestimmt war. „Mein Schlitten hat schon einige Kilometer auf dem Buckel, und dabei hat sich ein Fehler eingeschlichen, den wir noch nicht abstellen konnten. Deswegen habe ich den anderen Bob gewählt“, begründete Lange.

          Einen Ausschluss nach einem Sturz mussten Höpfner und Porth bereits bei der EM vor zwei Wochen in Cortina d'Ampezzo hinnehmen. „Mir fehlen die Worte. Ich komme mir vor wie ein Schuljunge. Aber so schlecht bin ich mit Sicherheit nicht“, sagte der tief enttäuschte Höpfner, nachdem er sich nach 40 Sekunden selbst aus dem WM-Rennen geworfen hatte. Im „Horse Shoe“, einer der markantesten Kurven der über 1700 Meter langen Abfahrt, war Höpfner einen wellenförmigen Schlenker gefahren und hatte den Bob zum Kippen gebracht.

          Lange hingegen behielt bei der Fahrt durch die einzige Natureisbahn der Welt die Nerven. Der fünffache Weltmeister aus Thüringen zeigte eine weitgehend fehlerfreie Leistung und verwies die gesammelte Konkurrenz auf die Plätze. Zwar hatte Bertazzo (1:06,53) nach dem ersten Lauf noch die Führung vor Lange (1:06,75) übernommen, doch im zweiten Lauf verdrängte er den Italiener durch einen Streckenrekord (1:06,42) von der Spitze.

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