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Bob : Höpfner siegt „in der Höhle des Löwen“

  • Aktualisiert am

Dritter Meistertitel: Matthias Höpfner mit Marc Kühne Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Im Kampf um das Zweierbob-Olympia-Ticket hat Matthias Höpfner seine Chancen in Winterberg mit dem dritten deutschen Meistertitel um ein Vielfaches verbessert. Bei den Frauen war Weltmeisterin Sandra Kiriasis nicht zu stoppen.

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          Im Kampf um das Zweierbob-Olympia-Ticket hat der Riesaer Matthias Höpfner für einen weiteren Paukenschlag gesorgt. Drei Wochen nach seinem ersten Weltcupsieg in Cortina d'Ampezzo bezwang er am Samstag in Winterberg mit seinem Anschieber Marc Kühne den favorisierten Lokalmatadoren und Titelverteidiger René Spies und verbesserte mit seinem dritten deutschen Meistertitel seine Turin-Chancen um ein Vielfaches.

          Höpfner hatte nach zwei Läufen in 1:51,80 Minuten 13/100 Sekunden Vorsprung auf Spies, der den verletzten Franz Sagmeister im zweiten Lauf durch Christoph Heyder ersetzen mußte. Dritter in Abwesenheit des gesetzten Oberhofers André Lange wurde das Königsseer Duo Karl Angerer/Andreas Udvari (1:52,33) (Siehe auch: Ergebnisse Wintersport).

          „Nur am Start haben wir noch Defizite“

          „In der Höhle des Löwen zählt dieser Erfolg um so mehr. Matthias hat aber auch eine starke fahrerische Leistung abgeliefert. Nur am Start haben wir noch einige Defizite“, sagte Höpfners Heimtrainer Gerd Leopold. Bei den Frauen ist Sandra Kiriasis nicht zu stoppen. Auf ihrer Heimbahn im Hochsauerland setzte sich die in dieser Saison unbesiegte Weltmeisterin erwartungsgemäß durch und gewann ihren vierten DM-Titel in Serie.

          Mit Ersatz-Anschieberin Berit Wiacker verwies die Weltcup- Führende am Samstag nach zwei Läufen mit 1:54,50 Minuten das Duo Susi Erdmann/Annegret Dietrich (Königssee/1:54,78) auf Platz zwei. Dritte wurden die Oberhoferinnen Claudia Schramm/Stefanie Szczurek (1:55,39) vor Europameisterin Cathleen Martini/Janine Tischer (Oberbärenburg/1:55,88).

          Erdmann nun mit besten Chancen

          Die Nominierung der Olympia-Bobs wird erst nach den beiden nächsten Weltcups in Königssee (13. bis 15. Januar) und St. Moritz (20. bis 22. Januar), wo zugleich die Europameisterschaft ausgetragen wird, vorgenommen. Bei den Männern ist Viererbob-Weltmeister und Olympiasieger Lange gesetzt.

          Der 32-Jährige, der in Königssee nicht startet, bereitet sich mit seinem Team speziell auf Turin vor und tüftelt derzeit noch an seinem Material. Bei den Frauen ist Kiriasis ebenfalls gesetzt. Im Kampf um das zweite Olympia-Ticket hat die zweifache Weltmeisterin Susi Erdmann, die beim Weltcup in Cortina d'Ampezzo auf Platz zwei fuhr, nun die besten Chancen.

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