https://www.faz.net/-gtl-vx3o

Biathlon : Wolf „endlich“ auf Rang zwei, Glagow in Gelb

  • Aktualisiert am

Erfahrung erfolgreich umgesetzt: Alexander Wolf Bild: REUTERS

Alexander Wolf ist beim Biathlon-Weltcup im slowenischen Pokljuka über die 20-Kilometer-Distanz auf Rang zwei gelaufen. Martina Glagow hat über 15 Kilometer Platz drei belegt und damit wieder das Gelbe Trikot erobert.

          2 Min.

          Martina Glagow ist beim Biathlon-Weltcup im slowenischen Pokljuka auf Platz drei gelandet und hat damit wieder das Gelbe Trikot erobert. Die mit einem Schießfehler belastete Mittenwalderin lag nach 15 Kilometer 1:18,2 Minuten hinter der russischen Siegerin Jekaterina Jurjewa. Platz zwei belegte die Italienerin Michaela Ponza.

          Die dreimalige Weltmeisterin Magdalena Neuner aus Wallgau lag bis zum letzten Schießen klar in Führung, büßte dann aber mit vier Fehlern alle Siegchancen ein und wurde Siebte (+ 2:26,3). „Es war total windig, war total schwierig. Es ging einfach nicht“, sagte Neuner nach ihren vier Fahrkarten bei schwierigen Bedingungen. „Sie hat wirklich Pech gehabt. Aber das gehört in unserem Sport dazu“, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang. Auf den Plätzen zehn bis zwölf landeten Simone Denkinger (Gosheim/+ 3:01,3/3), Andrea Henkel (Großbreitenbach/+ 3:06,5/3) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis/+ 3:21,4/3) als deutsches Dreierpaket.

          Alexander Wolf sorgt für beste Saisonplatzierung

          Ein nervenstarker Alexander Wolf hat den deutschen Biathlon-Männern mit Platz zwei über die 20-Kilometer-Distanz das bisher beste Saisonergebnis beschert. Nur der Norweger Emil Svendsen, der als einer von drei Startern ohne Schießfehler blieb und sein erstes Weltcup-Rennen gewann, war schneller als der 28 Jahre alte Polizeiobermeister. „Ich habe endlich einmal meine Trainingsleistung rübergebracht“, sagte der dienstälteste deutsche Skijäger.

          Tagessieger: Emil Svendsen

          Lediglich 48,6 Sekunden war der nur einmal daneben schießende Oberhofer langsamer als der 51:58,1 Minuten laufende Sieger. Von den sieben gestarteten deutschen Biathleten beendeten noch Michael Rösch aus Altenberg als Sechster und Vize-Weltmeister Andreas Birnbacher aus Schleching als Neunter das zweite der drei 20-Kilometer-Rennen der Saison in den Top Ten.

          „Er wollte unbedingt laufen“

          Seinen vierten Weltcup-Sieg vor Augen, traf Wolf, der im Vorjahr in Pokljuka im Sprint und in der Verfolgung auf die Plätze eins und zwei gelaufen war, ausgerechnet beim letzten Schießen den ersten Schuss nicht. Er ließ sich aber nicht beirren, wurde jedoch mit der obligatorischen Zeitstrafe von einer Minute belegt. Der sechstplazierte Rösch verfehlte den ersten und den letzten Schuss: „Ich dachte, das Rennen fängt ja wieder klasse an“, sagte er. Am Ende lag er 2:32,8 Minuten zurück.

          Drei Fehlschüsse leistete sich Birnbacher, der mit Beschwerden an der Achillessehne ins Rennen gegangen war. „Er wollte unbedingt laufen. Die medizinische Abteilung hat Grünes Licht gegeben“, sagte Bundestrainer Frank Ullrich. Birnbacher biss auf die Zähne und zeigte trotz seiner drei Fehlschüsse ein starkes Rennen. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) wurde nach fünf Schießfehlern 34. und war damit das „Schlusslicht“ des deutschen Teams.

          Die Führung im Gesamtweltcup verteidigte Ole Einar Björndalen (Norwegen/205 Punkte) vor Dmitri Jaroschenko (Russland/191). Bester Deutscher ist Daniel Graf (98). Der Frankenhainer lief fünf Tage nach Rang drei über 12,5 Kilometer in Hochfilzen beim sechsten Weltcup als 31. nicht in die Punkte-Ränge.

          Weitere Themen

          Ein Sport sieht Schwarz

          FAZ Plus Artikel: Rugby-Großmacht Neuseeland : Ein Sport sieht Schwarz

          Die „All Blacks“ aus Neuseeland sind im Rugby das Maß aller Dinge. Bei der Weltmeisterschaft in Japan könnte ihnen Historisches gelingen. Doch was macht das Team, bei dem möglicherweise bald auch ein Deutscher spielt, so stark?

          Topmeldungen

          Trump und die Republikaner : Ein Ende der blinden Gefolgsamkeit?

          Nach wie vor steht die breite Mehrheit der Republikaner hinter Donald Trump. Doch einzelne Republikaner erwägen bereits, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Amerikas Präsidenten zu unterstützen. Sie bewegen sich dabei auf einem schmalen Grat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.