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Biathlon : Wolf auf Platz drei in Lahti - Greis im gelben Trikot

  • Aktualisiert am

Sieger in Lahti: Raphael Poiree Bild: REUTERS

Alexander Wolf hat beim Biathlon-Weltcup im finnischen Lahti das Podium erreicht. Nach 20 Kilometern musste er sich nur den beiden Franzosen Poiree und Fourcade geschlagen geben. Michael Greis wurde zwar lediglich Achter, übernahm aber damit die Führung im Gesamtweltcup.

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          Als Biathlet Alexander Wolf in Lahti mit letzter Kraft die Ziellinie überquerte, ahnte der Oberhofer noch nicht, dass er am Ende Dritter sein würde. „Ich habe auf der Schlussrunde alles gegeben, wusste aber nicht, dass es für das Podest reicht“, sagte der 28 Jahre alte Biathlet. Wolf musste sich im Einzel nach 20 Kilometern und zwei Strafminuten nach Schießfehlern nur dem siegreichen Weltmeister Raphael Poiree aus Frankreich und seinem Landsmann Simon Fourcade geschlagen geben.

          Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis verlor als Achter zwar die Führung in der Einzelwertung an Poiree, übernahm jedoch die Spitze im Gesamtweltcup. Sprint-Olympiasieger Sven Fischer aus Oberhof wurde Zwölfter, Michael Rösch aus Altenberg lief auf Platz 19. Juniorenweltmeister Christoph Stephan aus Oberhof kam im Fußballstadion von Lahti überraschend als 14. ins Ziel.

          Dritter Podestrang des Winters

          „Am Ende war es sehr schwer, der Schnee sehr tief. Die Fehler sind okay, aber ich war dicht an der Null“, sagte ein zufriedener Wolf nach seinem dritten Podestrang des Winters. Am Ende fehlten ihm 37,6 Sekunden zu seinem zweiten Saisonsieg. Wolf hatte vor vier Jahren in Lahti seinen ersten Weltcupsieg gefeiert und ging motiviert auf die Strecke. „Das hat mir natürlich ein gutes Gefühl und besonderes Selbstvertrauen gegeben.“

          Nach drei Fehlern im zweiten Schießen musste Michael Greis seine Sieghoffnungen bereits früh begraben. „Die Fehler waren knapp, aber vorbei ist vorbei. Ich war am Anfang dadurch gleich ziemlich weit weg, habe mich aber dann zurückgekämpft“, sagte der Nesselwanger.

          Immerhin übernahm er das Gelbe Trikot des Führenden im Weltcup vom Norweger Ole Einar Björndalen, der bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Sapporo startet. „Jeder Punkt zählt, und Ole muss jetzt richtig hart dafür arbeiten“, meinte Greis.

          „Im Schlafwagen hängen geblieben“

          Der 23 Jahre alte Rösch leistete sich in jedem der vier Schießen einen Fehler und verpasste damit eine Platzierung in den Top Ten. „Das ist schade. Wer viermal eins schießen kann, kann eigentlich auch viermal null schießen“, sagt Rösch. Der Altenberger klagte nach überstandener Krankheit noch über die Schwäche beim Laufen: „Der Trainer hat zwar gesagt, wir sollen immer auf Zug laufen, aber ich bin irgendwie im Schlafwagen hängen geblieben.“

          Der viermalige Staffel-Olympiasieger Ricco Groß musste das Rennen nach dem dritten Schießen aufgeben. Entkräftet und in die Jacke von Chinas Trainer Klaus Siebert gehüllt, schnallte der 36 Jahre alte Biathlet frustriert seine Ski ab. Staffel-Europameister Jörn Wollschläger aus Oberhof lief in Lahti auf Platz 47.

          Massenstart-Vizeweltmeister Andreas Birnbach verzichtete nach überstandener Krankheit auf den Trip nach Nordeuropa. Stattdessen trainiert der 25 Jahre alte Schlechinger in der Heimat und ließ Youngster Stephan den Vortritt.

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